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Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit ist zwar nun beendet, dennoch sind der neue leitende Jugendtrainer am Stützpunkt, Thomas Schöpf (links) und sein Vorgänger Fabian Heibler zuversichtlich, was den heimischen Langlauf-Nachwuchs betrifft.

»Keine Defizite aus der vorigen Saison«

Das Langlauf-Jugendteam der Region III (Chiemgau und Inngau) steht seit einiger Zeit unter neuer Leitung: Als Nachfolger von Fabian Heibler, der das Team mehrere Jahre lang angeführt hatte, ist nun Thomas Schöpf verantwortlich (wir berichteten). Trotz der Corona-Pandemie zeigt sich das Duo – das bereits seit 2019 am Stützpunkt Ruhpolding erfolgreich zusammenarbeitete – für die Zukunft des Nachwuchses sehr zuversichtlich.


Heibler hatte vor gut fünf Jahren als Trainer am Stützpunkt begonnen. Zunächst war er Co-Trainer bei Janik Werner, und nachdem dieser seine Tätigkeit beendet hatte, gut drei Jahre lang hauptverantwortlich für die Jugendlangläufer. Für Heibler, der als Feinwerkmechaniker arbeitet, »war der Zeitaufwand schon enorm. Aber es hat total Spaß gemacht.« Zum einen »wegen der Liebe zum Sport«, zum anderen, »weil die Arbeit mit den Sportlern etwas ganz Besonderes ist.« Besonders schön sei es, zu sehen, »wenn sich Sportler weiterentwickeln und nach dem Winter sagen können: Ich habe mein Ziel erreicht.«

Erschwert war die Arbeit des Trainerteams im Rahmen der Corona-Pandemie. »Wir haben anfangs nur getrennt trainiert. Als es dann den neuen Perspektivkader des BSV gab, ging für uns dann endlich was.«

Trotz aller Schwierigkeiten »haben die Sportler gut mitgemacht. Dass manche nach dem Saisonende aufhören, ist ein ganz normaler Prozess – aber das Team ist weiterhin groß«, freut er sich. Eher schwierig werden könnte es möglicherweise »in ein paar Jahren – denn das Vereinsleben hat in der Pandemie schon ganz schön gelitten«, weiß Heibler,

Er selbst hat nun etwas mehr Freizeit, »und ich unternehme viel in den Bergen.« Auf die Arbeit am Stützpunkt blickt er sehr gerne zurück: »Die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam war etwas sehr Schönes. Die Absprache untereinander hat sehr gut gepasst. Es ist schon etwas Tolles, wenn es unter den Trainern so harmoniert«, freut er sich – was auch für die Zusammenarbeit mit dem Trainerteam der Aktiven gelte.

Thomas Schöpf, der als Trainer des Bayerischen Skiverbands (BSV) am Stützpunkt arbeitet, ist bereits seit 2019 hier aktiv. Das Training am CJD (Berchtesgaden) leitet weiterhin Sigrid Wille. Zu Schöpfs Kernteam in Ruhpolding gehören Simon Kastenhuber sowie Ex-Langläuferin Viktoria Valentin, die im Rahmen ihres Verbundstudiums eine Ausbildung zur Trainerin absolviert. Den theoretischen Teil ihrer Ausbildung macht sie in Ismaning an der Hochschule. Ebenfalls im Trainerteam dabei ist Michael Aschauer.

Aber es gibt auch noch eine besondere Zusatzmotivation für die jungen Athleten: Der zweimalige Weltcup-Gesamtsieger Tobias Angerer ist ebenso immer wieder bei einigen Einheiten dabei wie Ex-Weltcupläuferin Steffi Böhler. »Das ist natürlich ein toller Anreiz für die Sportler«, freut sich Schöpf.

Mit dem CJD hat der Stützpunkt 32 Aktive im Alter von 16 bis 20 Jahren, darunter der Großteil in Ruhpolding. »Derzeit läuft alles relativ normal«, freut sich der Trainer. Für dessen Schützlinge geht es in der kommenden Woche zu einem Lehrgang nach Seefeld, anschließend bereiten sich die Skilangläufer zwei Wochen lang individuell vor. Zum Ende der Schulferien soll ein BSV-Camp in Oberhof stattfinden, dabei stellt der heimische Stützpunkt sehr viele der Teilnehmer.

Für einige Tage geht es zurück in die Heimat, ehe vom 17. bis 19. September – wiederum in Oberhof – die erste Zentrale Leistungskontrolle (ZLK) der Saison im Rahmen des Deutschlandpokals auf dem Programm steht.

Solche Möglichkeiten zur Leistungsüberprüfung waren in der vergangenen Saison eine Seltenheit: »Es gab nur zwei Leistungstests – einmal in Oberstdorf, einmal in Oberhof – für die interne Rangliste. Daraus hat sich die Kader-Einteilung entwickelt«, blickt Schöpf zurück – wobei die U 16 und die U 18 jeweils getrennt zu ihren Wettkämpfen gefahren waren.

Die erschwerten Bedingungen in der vergangenen Saison sollten sich nicht wirklich negativ ausgewirkt haben, vermutet er. Schließlich »durfte jeder trainieren, wenn auch zum Teil allein oder unter Corona-Bedingungen. Und als im Frühjahr dann alles zugemacht wurde, stand ja ohnehin die Ruhephase an.«

So sei – unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen – ab Mai wieder eine geregelte Vorbereitung möglich gewesen. »Wir haben auch keine Defizite aus der vorigen Saison mitgenommen«, zeigt sich Schöpf zuversichtlich.

Nun gilt die Konzentration der weiteren Vorbereitung – schließlich gehe es nach der ZLK »ganz schnell auf den Winter zu«, betont Schöpf. Und für diesen hoffen die Skilangläufer nicht nur endlich wieder auf Wettkämpfe, sondern sie wollen auch möglichst gut für diese gerüstet sein ...

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