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Keine einzige Torchance erspielt

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Beim Kopfball von Sebastian Huber in der 15. Minute hatte der TSV Berchtesgaden noch Glück. Später wandte Fortuna ihr Antlitz den besser spielenden Gästen aus Surheim zu. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Der Trainer des TSV Berchtesgaden, Richard Hartmann, brachte es nach der enttäuschenden Leistung seiner Elf bei der verdienten 1:2-Niederlage gegen den BSC Surheim auf den Punkt: »Wir haben jetzt dreimal schlecht gespielt und in zwei Begegnungen nicht eine einzige Torchance herausgespielt.« Durch die Niederlage rangiert der TSV Berchtesgaden nicht wie erwartet ganz vorne in der Tabelle, sondern Richtung Schlusslicht.


Ein Manko beim TSV Berchtesgaden war das Fehlen der starken Offensivspieler Robert Reichlmeier, Stefan Sontheimer und Christian Lindner sowie von Abwehrchef Talha Gökbayrak, die nicht ersetzt werden konnten. Von Spielbeginn an suchten beide Mannschaften vor 90 Zuschauern ihr Heil in der Offensive. Schnell war auch erkennbar, dass Surheim über eine kompakte und kampfstarke Mannschaft verfügt. Surheim übernahm schnell die Feldhoheit, alle Berchtesgadener Angriffsversuche verpufften in der sicher stehenden Gästeabwehr.

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Die Gäste zeigten sich vor allem bei Standards wie Freistößen gefährlich. Die Berchtesgadener Abwehr hatte alle Füße voll zu tun, nicht früh in Rückstand zu geraten. Dennoch gab Berchtesgadens Mittelstürmer Christian Winkler den ersten Torschuss ab (7.). Der schwache Schuss war jedoch kein Problem für den Gästetorhüter. Berchtesgadens Offensivabteilung mühte sich redlich, doch sie konnte keinen Druck gegen das Surheimer Tor entwickeln.

Bereits in der elften Minute kam der Surheimer Fabian Koller frei zum Schuss, der jedoch kein Problem für Berchtesgadens Schlussmann Stefan Schach bedeutete. Nach einer Viertelstunde starteten die Berchtesgadener den ersten gefälligen Angriff, der jedoch von den Surheimern souverän abgewehrt wurde.

Nachdem das Spiel zwischen der 15. und 30. Minute so dahinplätscherte, kam der Surheimer Sebastian Huber nach einer halben Stunde frei zum Kopfball, verfehlte aber das leere Tor.

Die Gäste glänzten mit einer sehr gut stehenden Abwehr, einem Mittelfeld, das schnell in die Spitze spielte, wo zwei Stürmer die TSV-Abwehr immer wieder gehörig durcheinanderbrachten.

Die Surheimer machten die Räume eng, die Gastgeber machten den Fehler, die Außenpositionen so gut wie gar nicht zu besetzen. Alles spielte sich durch die Mitte ab, sodass die Gäste keine Probleme hatten, die Angriffe abzuwehren. Großes Glück hatten die Heimischen, als Florian Schnugg vom Strafraumeck unvermittelt abzog, der Ball aber am Tor vorbei strich (34.). Wenig später verließ den TSV Berchtesgaden aber das Glück und Fabian Koller erzielte die verdiente Surheimer Führung (38.). Dieser Treffer war die logische Folge für das völlig desolate Spiel der Platzherren, die nur Sekunden nach Wiederanpfiff neuerlich durch Koller die frühe Vorentscheidung hinnehmen mussten. Beide Treffer waren die Quittung für das ideenlose und lasche Spiel des TSV Berchtesgaden, der an diesem Tag bis auf wenige Kräfte alles schuldig geblieben ist.

Erst nach dem 0:2 bemühten sich die Berchtesgadener auf einmal mehr. Doch es sollte gegen die sicher stehenden Gäste unmöglich werden, noch eine Wende des Spiels herbeizuführen. Denn wer auf der »Schmalwiese« führt, hat entscheidende Vorteile.

In der 78. Minute hätte Surheim bereits alles klarmachen können, als Fabian Koller alleine vor Schach vergeben hat. Zuvor machte Berchtesgaden aus einem Freistoß nichts und der direkte Konter der Gäste hätte fast das 0:3 gebracht. Die Surheimer zeigten den Berchtesgadenern immer wieder die Grenzen auf. Als Berchtesgaden in der 89. Minute durch Christian Winkler der Anschlusstreffer gelang, war die Uhr bereits zu weit fortgeschritten, als dass gegen diese starke Surheimer Mannschaft noch ein Punkt möglich geworden wäre. Der TSV Berchtesgaden warf zwar nun alle Kräfte nach vorne, konnte den Gast jedoch nicht mehr entscheidend gefährden.

TSV Berchtesgaden: Schach; Hoffmann, Brazina, Popp, Botzenhard, Hartmann, Halilovic, Perez Lavado, Förg, Althaus, Winkler, Mackamul, Petkov. Christian Wechslinger