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Keine leichte Aufgabe

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Mit Schutzanzügen mussten die Feuerwehrler bei der Einsatzübung in Traunreut ihre Aufgaben bewältigen. (Foto: FDL/Benje)

Traunreut – Eine große Herausforderung hatten die Freiwilligen Feuerwehren aus Traunreut und Stein zu meistern. Sie wurden zu einer Einsatzübung mit dem Stichwort »Verkehrsunfall mit auslaufenden Gefahrstoffen« alarmiert. Auch eine verletzte Person wurde gemeldet.


Bereits beim Anfahren zur Unfallstelle in einem kleinen Waldstück bei den Traunreuter Schrebergärten war überlegtes Handeln gefragt. Kaum Platz für die Feuerwehrfahrzeuge und die Unfallstelle befand sich in einem schmalen Waldweg. So musste die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge bereits am Anfang gut überlegt sein.

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Unter schwerem Atemschutz galt es dann für den Erkundungstrupp, zuerst einmal die Lage zu erkunden: Was war genau passiert, wo befindet sich die verletzte Person und tritt Gefahrenstoff aus? Um was für einen Gefahrenstoff handelt es sich? In dem Fahrzeug befanden sich mehrere verschiedene Behältnisse mit unterschiedlichen Gefahrengütern.

Der Erkundungstrupp konnte dann aber relativ zügig die bewusstlose Person neben dem Fahrzeug finden und in Sicherheit bringen. Auch das Fass mit den auslaufenden Gefahrstoffen wurde schnell gefunden und anhand der Gefahrstoffnummer der Inhalt zügig ermittelt. Jetzt begann allerdings erst die richtige Arbeit für die Träger der Chemikalienschutzanzüge aus Traunreut und der Feuerwehr aus Stein mit dem Dekon P. Dieses Fahrzeug transportiert spezielle Ausstattung zur Dekontamination und hygienischen Reinigung von Einsatzkräften. Es mussten Absperrungen aufgebaut werden, eine Wasserversorgung wurde eingerichtet, sowie Vorkehrungen zur Dekontamination getroffen. Aber auch die Träger der Schutzanzüge machten sich mit Hilfe ihrer Kameraden bereit für den Einsatz. Solch einen Anzug anzuziehen bedeutet immer Teamarbeit.

Inmitten dieser Vorbereitungen, tauchte plötzlich ein Jogger auf, der durch die auslaufende Flüssigkeit gelaufen ist. Auch er musste dekontaminiert werden. Die Träger der Schutzanzüge dichteten schließlich das Fass mit der auslaufenden Flüssigkeit ab und säuberten die Umgebung mit Wasser. Nach etwa einer Stunde war die Übung beendet.

Wie die beiden Kommandanten der Traunreuter Feuerwehr, Karl Heinz Erhard und Konrad Unter-stein, bei der anschließenden Manöverkritik betonten, war es ihnen wichtig, einmal solch ein Szenario mit dem Spezialfahrzeug Dekon P der Steiner Wehr durchzuführen und das Zusammenspiel beider Feuerwehren in solch einer Situation zu proben. fb