weather-image
29°
Der TSV Berchtesgaden unterliegt beim Tabellenführer BSC Surheim mit 2:3 (2:1)

Keine Punkte nach Gegentreffer in Schlussminute

Marius Tugui zeigte in Surheim wieder eine starke Leistung. Dennoch unterlag der TSV Berchtesgaden mit 2:3 und muss nun am letzten Spieltag gewinnen, um die Klasse zu halten. (Archiv-Foto: Wechslinger)

Recht viel mehr Pech als der TSV Berchtesgaden in dieser Saison hat, ist wohl nicht möglich. Da führten die Berchtesgadener zur Halbzeit verdient mit 2:1 und standen am Ende wieder einmal mit leeren Händen da, weil dem Tabellenführer in der Schlussminute der äußerst glückliche Siegtreffer gelang. Noch ist nichts verloren, doch jetzt ist Berchtesgaden neuerlich auf die Hilfe des FC Bischofswiesen angewiesen, um noch den Nichtabstiegsplatz zu erreichen.


TSV-Trainer Richard Hartmann stellte seine Mannschaft sehr defensiv ein, weil er nur einen Auswechselspieler auf der Bank hatte. Matthias Althaus, Christian Lindner und Christian Winkler fehlten wegen Verletzungen und anderen Verpflichtungen. So stand der Gast vor 200 Zuschauern bei brütender Hitze sehr tief und hoffte auf Konterchancen. Eine erste brachte bereits nach einer Viertelstunde die Führung des TSV Berchtesgaden. Sturmspitze Stefan Sontheimer setzte sich vehement durch und schloss mit einem trockenen Schuss zum 1:0 ab.

Anzeige

In der Folge diktierte Surheim zwar die Begegnung, doch entweder brachte die TSV-Abwehr ein Bein dazwischen oder Keeper Stefan Schach war Endstation. Dies änderte sich in der 39. Minute, als dem schnellen Rechtsaußen Sebastian Huber der Ausgleich gelang. Doch noch einmal meldete sich der Gast zurück. Der trickreiche Marius Tugui wurde im Strafraum gefoult und Schiedsrichter Christopher Robin Laufke vom FC Traunreut deutete sofort auf den Elfmeterpunkt. Den fälligen Strafstoß verwandelte Andreas Hartmann Sekunden vor dem Halbzeitpfiff sicher.

Trainer Hartmann gab seiner Mannschaft in der Halbzeitpause die Devise mit, kräfteschonend zu spielen. Dies ging auch bis in die 60. Minute gut auf. Doch danach ließen bei Berchtesgaden die Kräfte nach und Surheim drückte immer mehr. In der 75. Minute glich der Tabellenführer mit einem von vielen abgefeuerten Schüssen durch Mittelstürmer Michael Eglseder verdient aus. Berchtesgaden hoffte, wenigstens einen Punkt noch über die Zeit zu retten, was auch bis in die Schlussminute gelang. Doch wie aus dem Nichts zog Eglseder in der 90. Minute noch einmal ab und die Kugel zappelte unerreichbar für Schach in der Kreuzecke. »Aufgrund unserer großen kämpferischen Leistung hätten wir uns einen Punkt verdient gehabt. So aber ist nächste Woche alles offen. Es gibt drei Optionen: direkter Abstieg, Relegation oder Rettung«, analysierte Trainer Richard Hartmann nüchtern.

TSV Berchtesgaden: Stefan Schach; Marek Brazina, Philipp Beil, Christoph Heindl, Florian Popp, Tobias Botzenhard, Martin Förg (66. Talha Gökbayrak), Marius Tugui, Robert Reichlmeier, Andreas Hartmann, Stefan Sontheimer. Christian Wechslinger