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Kerber verpasst Finale knapp - Scharapowa zu stark

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Angelique Kerbers Kampfgeist wurde nicht belohnt. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Stark
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Maria Scharapowa machte im dritten Satz acht Punkte in Serie. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Nicht belohnt
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Die unendliche Mühe der Kielerin zahlte sich am Ende nicht aus. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Titelverteidigerin
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Scharapowa kann nun ihren Titel in Stuttgart verteidigen. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Danke
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Die Russin bedankt sich beim Publikum. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa
Enttäuscht
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Enttäuscht muss Kerber feststellen, dass im Halbfinale Endstation ist. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Das war knapp! Trotz einer ganz starken Leistung hat Angelique Kerber das Endspiel beim WTA-Turnier in Stuttgart hauchdünn verpasst.


Die deutsche Nummer eins verlor beim Porsche Tennis Grand Prix gegen Titelverteidigerin Maria Scharapowa mit 3:6, 6:2, 5:7 und muss damit weiter auf ihr erstes Finale in Deutschland warten. »Ich nehme dennoch das Positive aus der Woche mit. Es kommen große und wichtige Turniere«, sagte Kerber. Nach 2:07 Stunden hatte Scharapowa ihren ersten Matchball verwandelt. Im Finale trifft sie auf die an Nummer zwei gesetzte Chinesin Li Na, die sich gegen Bethanie Mattek-Sands aus den USA mit 6:4, 6:3 durchsetzte.

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»Ich brauche noch ein paar Stunden, um wieder zu mir zu kommen. Ich habe mein Bestes gegeben und habe mir nichts vorzuwerfen«, sagte Kerber. Auch die deutsche Fed-Cup-Teamchefin war angetan von der Leistung. »Es war ein Weltklasse-Match. Am Ende hat Maria leider einen Tick besser gespielt«, sagte Barbara Rittner nach der dramatischen und hochklassigen Partie im SWR. »Angelique kann dennoch sehr, sehr viel Positives aus dieser Woche mitnehmen. Sie hat dem Erwartungsdruck getrotzt«, lobte Rittner. Auch Scharapowa zollte Kerber großen Respekt. »Sie hat ein tolles Match gespielt.«

Am Ende reichte es für Kerber trotz einer couragierten Leistung nicht ganz. Zwar kämpfte sich die 25-Jährige im dritten Satz beim Stand von 3:5 noch einmal zurück und glich zum 5:5 aus. Doch dann machte Scharapowa acht Punkte in Serie und zog wie im Vorjahr ins Endspiel der mit 796 000 Dollar dotierten Veranstaltung ein.

»Ich freue mich über die Art, wie ich im ersten Satz gespielt habe und im dritten zurückgekommen bin. Ich freue mich, dass ich durchgekommen bin«, sagte Scharapowa. Es bleibt damit bei drei Turniersiegerinnen aus Deutschland. 2011 gewann Julia Görges in Stuttgart, 1991 und 1994 holte sich die heutige Turnierdirektorin Anke Huber - damals noch in Filderstadt - den Titel.

Im fünften Duell mit Scharapowa hatte Kerber am Anfang große Probleme. Die Russin nahm der deutschen Nummer eins auf Anhieb den Aufschlag ab und trumpfte zu Beginn ganz stark auf. Nach einigen Schwierigkeiten in den vorherigen Runden schien sie nun ihren Rhythmus auf der roten Asche in der Porsche-Arena gefunden zu haben.

Kerber spielte zwar nicht schlecht, dennoch kam die Kielerin im ersten Durchgang nicht zu einer einzigen Breakchance. Nach 36 Minuten gewann Scharapowa den ersten Satz mit 6:3. Doch angetrieben von den 4400 Zuschauern in der ausverkauften Halle steckte Kerber nicht auf. Mit dem ersten Breakball überhaupt nahm sie der Russin zum 2:1 das Service ab. In ihrer Box sprangen Trainer Torben Beltz und Rittner auf, Kerber selbst pushte sich mit der geballten rechten Faust - die Partie begann zu kippen.

Nach 1:11 Stunden holte Kerber den Satzausgleich und schaffte auch zu Beginn des Schluss-Abschnitts ein schnelles Break. Doch Scharapowa kämpfte sich zurück und spielte in den entscheidenden Phasen ihr bestes Tennis. Dem musste sich Kerber am Ende doch beugen.