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Kinderbetreuung auch im Untergeschoß – Grünes Licht für ebenerdiges Gebäude neben dem Pfarrhof

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Die Arbeiten am Kindergarten St. Oswald haben begonnen. Auf dem Gelände am Kellerweg stellt die Stadt Container auf. In dem Notquartier geht im nächsten Monat eine weitere, dann vierte Gruppe in Betrieb. (Foto: Monika Skolimowska/dpa)

Marktschellenberg – Der Bedarf an Kindertagesbetreuungsplätzen soll auch in den nächsten Jahren gedeckt sein. Deshalb will der Marktgemeinderat Marktschellenberg das integrative Haus für Kinder St. Nikolaus um ein Gebäude erweitern. Dem Bauantrag ist in der Gemeinderatssitzung am Dienstag zugestimmt worden. Obwohl es keine Gegenstimme gab, waren nicht alle Mitglieder mit der Lösung zufrieden.


Geplant ist ein ebenerdiges Gebäude mit einem Untergeschoß: »Es ist nur ein remisenartiger Bau möglich, da der Pfarrhof denkmalgeschützt ist«, so Marktbürgermeister Michael Ernst. Remisenartig bedeutet: Der Neubau ordnet sich dem denkmalgeschützten Pfarrhof unter. In dem neuen Gebäude können zwei Gruppen untergebracht werden. Das Untergeschoß ist laut Ernst ausreichend beleuchtet. Des Weiteren erklärte er, dass man künftig auf eine flexible Gruppeneinteilung setzen will. Die Räume könnten für Kindergarten, Kinderhort oder Kinderkrippe genutzt werden. »Wir wollen die Gruppen so aufstellen, dass sie je nach Bedarf gedeckt werden können«, sagte Ernst und ergänzte, »die Kinder dürfen den Pfarrgarten nutzen«.

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Sophie Stanggaßinger (CSU) stimmte zwar für das Projekt. Doch sie sagte: »Ein Waldkindergarten wie in Berchtesgaden wäre mir lieber gewesen, um die große Ansammlung der Kinder zu entzerren.« Darüber hinaus bemängelte sie, dass der kleine Neubau vom großen Haus überschattet werde. »Ein weiteres Stockwerk hätte es vertragen können«, so Stanggaßinger. Ähnlich sah es Elke Schneider (CSU). Sie findet es schade, wenn sich die Kinder im Untergeschoß aufhalten. »Auch wenn wir uns jetzt für diese Variante entscheiden, dürfen wir den Waldkindergarten nicht aus den Augen verlieren«, sagte Schneider.

Marktbürgermeister Michael Ernst informierte, dass aktuell kein höheres Bauwerk wegen des Denkmalschutzes zugelassen sei. »Wir haben mit dem Standort für einen Kindergarten generell ein Problem.« Des Weiteren müsse man die Chance auf den Neubau nutzen, wenn es »jetzt sehr gute Förderungen dafür gibt. Wir haben versucht, alles rauszuholen«.

Die Kosten für die Maßnahme betragen rund 1,5 Millionen Euro. Im Optimalfall kann die Kindertagesstätte ab Herbst 2021 betrieben werden.

Patrick Vietze


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