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Kinderkrippe mit 15 Plätzen geplant

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Der Gemeinde Bergen beginnt bald mit der Sanierung der alten Häuser der ehemaligen Maxhütte. Als erstes Haus ist das Kassierhaus vorgesehen. Geplant sind dort vier Wohnungen unterschiedlicher Größe. (Foto: Archiv Humm)

Bergen – Die Planungen zur Errichtung einer Kinderkrippe im ehemaligen katholischen Kindergarten St. Josef am Säulner Weg kommen gut voran. Besitzer dieses Gebäudes ist die Gemeinde Bergen.


Der Kindergarten hat bereits 50 Plätze. Hinzukommen nach Fertigstellung der Umbauarbeiten noch 15 Krippenplätze. Der Gemeinderat genehmigte einvernehmlich den Bauantrag. Zuvor informierte Architektin Michaela Krammer aus Bergen das Gremium über den derzeitigen Planungsstand. Die Kinderkrippe wird im Erdgeschoß sein und verfügt über mehrere Räume mit insgesamt 120 Quadratmetern. Die Architektin sprach auch die geplante Verbesserung der Eingangssituation des Hauses an, bedauerte aber gleichzeitig, dass nur wenige Parkplätze vorhanden seien. Außerdem informierte sie, dass man sich eine hohe Förderung vom Staat erhoffe.

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Die Schaffung von kostengünstigen Wohnungen durch die Gemeinde Bergen war ein weiterer Tagesordnungspunkt. So befasste sich das Gremium mit dem gemeindlichen Bauantrag zur Sanierung des etwa 200 Jahre alten Kassierhauses der früheren Maxhütte Bergen. Architektin Sabine Babl erläuterte das Vorhaben. Das ehemalige Kassierhaus werde nach der Sanierung vier Wohneinheiten unterschiedlicher Größe mit einer Gesamtfläche von 345 Quadratmetern haben. Das renovierte Gebäude soll über eine zentrale Wärmeversorgung mit Pellets-Heitzung verfügen. Neu zu gestalten sind die Böden, Wasser- und Stromleitungen. Eventuell könnten die Wohnungen mit einer Fußbodenheizung ausgestattet werden.

Lorenz Knirsch (CSU)) wollte wissen, ob die Gewölbedecken erhalten bleiben, Babl beantwortete dies positiv. Kristian Krammer (Grüne Liste Bergen) fragte nach der Art des früheren Baustoffs. Die Architektin sagte, es wurden zum Bau Bachsteine verwendet. Peter Hallweger (Grüne List Bergen) wollte mehr über den aktuellen Zustand des Dachstuhls wissen. Babl antwortete, es sei eine gute Tragfähigkeit vorhanden. Josef Gehmacher (CSU) interessierte sich für die Barrierefreiheit. Diese sei laut Babl durchaus wünschenswert und anstrebend, es sei jedoch fraglich, ob grundsätzlich auf Treppen verzichtet werden könne.

Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die Sanierung des Kassierhauses aus. Laut Bürgermeister Stefan Schneider gibt es bereits die ersten Bewerber für Wohnungen.

Der Rathaus-Chef stellte noch sein Konzept zur Belebung der Mittelstation der Hochfelln-Seilbahn vor. Vor allem der Wirtschaftsteil der Mittelstation sollte attraktiver werden. Schneider sagte, die fehlende Bewirtung dort komme nicht gut an. Er machte den Vorschlag, den früheren Wirtschaftsbereich der Mittelstation neu zu gestalten. »Der vorhandene Raum ist zu groß. Schneider plädierte dafür, diesen Bereich zu Dritteln. In dem kleineren Bereich könne man dann die Bewirtung unterbringen. »Darunter verstehe ich die Abgabe beziehungsweise den Verkauf von Getränken und die Ausgabe von belegten Broten, Kuchen und Obst.« Weiter meinte er, die Ausgabe könnte eventuell nach Absprache durch das Seilbahn-Personal eventuell erfolgen.

Albert List (SPD) hielt den Vorschlag der Belebung durchaus für diskutabel, auch Katharina Hallweger (Grüne Liste) sieht dadurch eine sinnvolle Belebung der Mittelstation und Sabine Babl (Grüne Liste) sagte, man sollte es versuchen, da ein Leerstehen des Raums überhaupt nichts bringt. Der Bürgermeister wolle mit dem Versuch bereits heuer beginnen, hieß es. OH