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Klarer Sieg gegen Tabellendritten: TSV-Ringer siegen mit 17:10

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Christoph Graßl beim Sieg (Foto: Waßmuth)

Berchtesgaden – Einmal mehr begeisterten die TSV-Ringer am Samstag ihre zahlreichen Fans im AlpenCongress. Unerwartet deutlich besiegten die Gastgeber vor rund 1000 Zuschauern mit 17:10 Punkten den Tabellendritten von der SpVgg Freising. Die Oberliga-Truppe von Trainer Mike Günther festigte damit vor dem letzten Saisonkampf am Samstag in Penzberg den 6. Tabellenplatz.


»So ein Publikum wie bei uns gibt es deutschlandweit nirgends«, freute sich Abteilungsleiter Hans Labacher nach der spannenden Begegnung im AlpenCongress, wo die Berchtesgadener Zuschauer ihre Athleten wieder mit großer Begeisterung nach vorne peitschten. »Alle haben sich toll präsentiert und ihre Leistung voll abgerufen«, lobte Labacher. Und so konnte man die Domstädter wie schon im Hinkampf in Freising, den Berchtesgaden mit 15:12 gewonnen hatte, erneut in Schach halten. Aus der angekündigten Revanche der Freisinger wurde am Ende nichts.

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Die Strategie der Berchtesgadener schien von Anfang an aufzugehen, denn bereits Tobias Küpper machte mit seinem Gegner Christian Zacherl kurzen Prozess und holte einen Schultersieg. Knapp scheiterte anschließend Peter Fodor an Rafael Toth, gegen den es eine 2:4-Punktniederlage setzte.

Eigentlich war Sebastian Hillebrand am Samstag noch gar nicht richtig fit. Dennoch stellte sich der Athlet in den Mannschaftsdienst und trat gegen Rabi Azizi an. Dass Hillebrand seinen Gegner dann auch noch auf beide Schultern legte, belohnten die Zuschauer mit tosendem Applaus. Auch Damas Fodor hatte in seinem Kampf gegen Leonard Weßalowski keine Probleme. Fodor holte einen deutlichen 13:0-Punktsieg. Als dann auch noch Lukas Laue kampflos vier Punkte bekam, weil Freising die Klasse nicht besetzen konnte, führte der TSV Berchtesgaden zur Pause bereits komfortabel mit 12:1 Punkten.

Nichts anbrennen ließen die TSV-Athleten auch nach der Pause. Andreas Pfnür besiegte seinen Gegner Oliver Straub knapp mit 12:11 Punkten. Und dann begeisterte Christoph Graßl das Publikum mit einem Punktsieg wenige Sekunden vor Kampfende. Graßl war gegen Philip Unützer bis fünf Sekunden vor Schluss noch mit 2:5 Punkten zurück gelegen, als ihm noch eine Vierer-Wertung gelang. Unter tosendem Applaus verließ Christoph Graßl als 6:5-Punktsieger die Matte.

Irgendwann war beim TSV Berchtesgaden dann doch etwas die Luft raus und es setzte noch einige, wenn teilweise auch unglückliche, Niederlagen. Marius Mackamul verlor knapp mit 1:3 gegen Dominik Kratzer und Alexander Peterson hatte gegen Ion Gaimer mit 2:18 das Nachsehen. Dabei hatte der Berchtesgadener seinen extrem starken Widersacher, auch Cheftrainer der Freisinger, am Rande einer Schulterniederlage. Doch Gaimer, dessen Einsatz wegen einer Schulterverletzung bis zuletzt nicht feststand, konnte sich per Brücke befreien und schlug dann mit seiner ganzen Erfahrung zurück.

Einen Wermutstropfen gab es ausgerechnet im letzten Kampf. In einer unglücklichen Aktion zog sich Andreas Hillebrand im Kampf gegen Marcel Berger einen Rippenbruch zu und musste aufgeben. Am Samstag in Penzberg kann Hillebrand deshalb nicht antreten.

Viel Beifall bekamen am Rande des Kampfabends auch 17 junge Ringer aus dem sibirischen Omsk. Die seit vielen Jahren in Berchtesgaden lebende Russlanddeutsche Olga Truba hatte die Athleten im Rahmen der Völkerverständigung nach Berchtesgaden geholt, wo sie beim TSV mittrainieren durften und im AlpenCongress den Zuschauern vorgestellt wurden. Zum letzten Kampf der Vorrunde fahren die TSV-Ringer am Samstag nach Penzberg. Im Bus sind noch Plätze frei (Firma Färbinger). Ulli Kastner

 

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