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Klose will keine Sonderrolle im DFB-Team

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Miroslav Klose hat bisher 68 Tore für die DFB-Elf erzielt. Foto: Thomas Eisenhuth Foto: dpa

Berlin (dpa) - Deutschlands Top-Torjäger Miroslav Klose sieht für sich persönlich bei der WM in Brasilien keine Sonderrolle im DFB-Team.


«Ich will nicht der große Hoffnungsträger sein. Der Erfolg liegt nicht nur an mir», sagte der 35 Jahre alte Stürmer in einem Sport1-Interview. Der 130-malige Nationalspieler, zusammen mit Gerd Müller (beide 68 Länderspieltreffer) bester deutscher Auswahl-Torschütze der Geschichte, steht vor seiner vierten WM-Teilnahme. «Ich lasse mich von niemandem unter Druck setzen. Ich gehe aber davon aus, dass ich wieder meine Leistung bringen werde», bemerkte Klose, der nach längerer Verletzungspause «wieder fit» ist.

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«Natürlich fehlen mir noch einige Spiele, aber ansonsten fühle ich mich gut», sagte der Profi von Lazio Rom am Rande der Marketingtage der DFB-Auswahl in München. «Ich denke, es zahlt sich jetzt aus, dass ich früher auf Alkohol verzichtet habe und wenig um die Häuser gezogen bin.» Klose ist für Bundestrainer Joachim Löw weiter die Nummer eins der deutschen Stürmer.

«Ich muss alles dafür tun, dass ich fit bin, dann liefere ich auch gute Spiele ab», sagte der gebürtige Pole. «Wichtig ist, dass der Bundestrainer den Kader hat, um aus dem Vollen zu schöpfen. Jeder muss auf den Punkt fit sein.»

Dass Klose in Brasilien den WM-Torrekord von Ronaldo (15 Treffer) überbieten kann, ist für ihn ein Ziel und ein schöner Anreiz. «Wichtiger ist aber, was die Mannschaft macht», sagte der 14-malige WM-Torschütze. «Ich weiß, dass ich zu meinen Torchancen komme, wenn wir guten Fußball spielen, egal ob von Beginn an oder wenn ich reinkomme. Ich kann immer gefährlich sein. Das A und O ist jedoch das Team.»

Auch sein gutes Verhältnis zu Bundestrainer Löw ist für Klose ein Grund für seine langfristig herausragenden Leistungen. «Es gibt nichts Schöneres als einen Trainer, der auf einen Spieler setzt. Das gibt mir als Spieler Ruhe und ich kann die Leistung leichter abrufen. Ich bin aber mein größter Kritiker und setze mir ein hohes Level, weil ich immer noch weiß, dass ich es kann.»

Wie es sportlich für ihn nach dem Abschied aus Rom im Sommer weitergeht, lässt Klose noch offen: «Meine Familie hat da ein ganz entscheidendes Mitspracherecht.»