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Kloster Seeon und Europakloster Gut Aich

Zur Vernissage ihrer Jubiläumsausstellung »Im Zeichen des hl. Wolfgang: innehalten – wahrnehmen – vorausschauen« luden das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon sowie das Europakloster Gut Aich. In einer Gesprächsrunde von Verantwortlichen und Wegbegleitern erfuhren die etwa 100 Gäste im Tagungsrestaurant des Klosters Seeon von der Entstehung beider Häuser, ihrem Wirken in den vergangenen 20 Jahren und natürlich, worum es in der Ausstellung, die bis zum 24. November täglich von 10 bis 17 Uhr im Kloster Seeon zu besichtigen ist, geht.


Die Ausstellung zeigt die Geschichte und die Wirkungsbereiche beider Häuser auf. Zwei Säulen mit Plakaten im Eingangsbereich illustrieren die Aktionen von Kloster Seeon in den vergangenen 20 Jahren. Auch ein Einblick in die Likörproduktion in Gut Aich wird gegeben. In einem der Ausstellungsräume dokumentieren große Tafeln unter anderem mit Zitaten untermauert die Arbeit und Leitgedanken von Kloster Seeon und Europakloster Gut Aich.

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Zentrale Exponate der Ausstellung stellen zudem drei Holzskulpturen des Unterwössener Bildhauers Andreas Kuhnlein dar, welche Stationen im Leben des hl. Wolfgang versinnbildlichen. Die Wahl des Geschäftsführers Wolfgang Stamm für die Anfertigung solcher Skulpturen sei auf Kuhnlein gefallen, weil er es verstehe, sich mit der Geschichte und Charakteren auseinanderzusetzen und ausdrucksstarke Figuren entstehen zu lassen. So entstanden ein junger, neugieriger Klosterschüler, der ein Buch in seinen Händen hält, ein sitzender Mönch im Prozess der Sinnfindung sowie ein Würdenträger, ein Bischof mit zerklüftetem Gesicht, das laut Kuhnlein auch die Vergänglichkeit symbolisiert. Der Bildhauer beschäftigt sich in seiner Arbeit überhaupt gerne mit älteren Menschen, da der Mensch erst spannend werde, wenn er über 80 Jahre alt ist.

Das Herzstück der Ausstellung ist in einem separaten Raum zu sehen: eine in den Kunstwerkstätten des Europaklosters Gut Aich »mit viel Zähigkeit, Ausdauer und unendlich viel Geschick« gefertigte Replik des Wolfgangstabs. In etwa 1000 Arbeitsstunden wurde dieses kostbare Exponat gefertigt, auf dem unter anderem eine aufwendige, mittelalterliche Emailtechnik zu finden ist. Falls das Kloster Gut Aich zur Abtei erhoben wird, soll das Stück als Abtstab des Klosters Verwendung finden.

Nach dieser Beschreibung des Ausstellungskonzepts und abschließenden Worten von Gut Aichs Prior Pater Johannes Pausch und Bezirkstagspräsident Josef Mederer zur Zukunft der Häuser brachen die Gäste zu einer gemeinsamen Besichtigung der Ausstellung auf, bei der ein eigens für die Ausstellung von den Mönchen von Gut Aich hergestellter Klosterlikör dargeboten wurde.