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Knappe Niederlage

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Korbinian Hillebrand zeigte einen furiosen Kampf und landete einen Schultersieg. (Foto: Waßmuth)

Der vorverlegte Bayernliga-Meisterschaftskampf zwischen dem TSV Berchtesgaden und dem SC Oberölsbach endete am Sonntag mit einer knappen Niederlage für die Berchtesgadener.


Beim TSV fehlte Andreas Hillebrand wegen der Disqualifikation tags zuvor im Auswärtskampf beim SV Mietraching. Dafür stand wie schon in Mietraching Richard Dajka im Aufgebot, während Peter Fodor fehlte, weil er an einer Meisterschaft teilgenommen hat. Obwohl der Sonntagvormittag eine eher ungewöhnliche Zeit für einen Ringkampf ist, kamen rund 900 Ringsportanhänger ins Kongresshaus und feuerten ihre Kämpfer an. Die Berchtesgadener Ringer dankten es mit einigen sehenswerten Kämpfen.

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Der Mannschaftskampf begann vielversprechend, Tobias Küpper (G 57) gewann gegen Lukas Leinweber nach gut drei Minuten gleich mit technischer Überlegenheit. Im Schwergewicht (F 130) hatte der junge Lukas Gruber bei seinem ersten Einsatz im Dress des TSV Berchtesgaden I keine Chance und wurde vom acht Kilogramm schwereren und erfahrenen Patrik Fanderl bereits nach 1:48 Minute mit 15 Punkten bedient.

Auch Sebastian Hillebrand (F 61) war gegen den versierten Nikolay Dobrev ohne echte Chance, obwohl er nur elf Punkte zugelassen hat. Der Oberölsbacher spielte all seine Routine aus und siegte mit 11:0 Punkten. Jetzt kam es darauf an, ob Richard Dajka (G 98) gegen Kevin Mejia Castillo bestehen würde. Nachdem der Gegner zwei Punkte verbucht hatte, versuchte Dajka einen Griff, der jedoch misslang. Castillo nutzte die kurze Schwäche des Berchtesgadeners und schulterte ihn nach nur 46 Sekunden.

Zur Bildergalerie des Ringkampfes:

Damit stand es 11:4 für Oberölsbach, der Mannschaftssieg geriet in weite Ferne. Und so wurde es immer schwieriger, auch wenn Korbinian Hillebrand (G 66) sein Gegenüber Christian Gregor nach einer 13:0-Führung auf die Schultern beförderte, als die Uhr 4:10 Minuten zeigte. Berchtesgaden war zur Ringpause wieder auf 8:11 dran, aber es sollten noch zwei schwer zu lösende Aufgaben kommen. Die taktische Marschroute der Gäste war klar. Sie wussten um ihre Möglichkeiten, in einigen Kämpfen die maximale Punktzahl zu holen und in den weiteren Gefechten möglichst wenige Punkte abzugeben. Am Ende sollte diese einfache Rechnung aufgehen.

Andreas Rühle (F 86) begann gegen Pascal Hampel stark, lag dann zurück und ging erneut in Führung. Nachdem Rühle, der immer noch an einer Verletzung laboriert und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte ist, mit 11:6 gewonnen hatte, verkürzte der TSV Berchtesgaden auf 10:11, ehe Lukas Laue (F 71) an der Reihe war. Laue griff seinen sehr passiv agierenden Gegner Robin Himmler immer wieder an. Der Oberölsbacher, der wegen einer Verletzung am Kopf verbunden war, hatte nur versucht die Niederlage in Grenzen zu halten. Mit 0:7 ist ihm dies auch gelungen, denn Berchtesgaden bekam nur zwei Punkte, ging aber letztmals in Führung. Doch für die nächsten beiden Kämpfe hatte man wenig Hoffnung, was sich auch bestätigen sollte.

Marius Mackamul (G 80) kann derzeit aus beruflichen Gründen unter der Woche nicht am Ringertraining teilnehmen. Dies und seine Unerfahrenheit nützte Serdar Biyikoglu zu einem 10:0-Punktsieg aus, der die Gäste bei einer 14:12-Führung in Siegnähe brachte. Jetzt kam es auf Alexander Petersen (G 75 A) gegen Alexander Horst an. Doch auch Petersen fehlt es wegen des Besuchs der Meisterschule an Trainingseinheiten und so ging auch dieser Kampf mit 3:11 um einen Punkt zu hoch aus. Oberölsbach zog auf 17:12 davon und damit war der Kampf entschieden. Christoph Graßl (F 75 B) landete zwar nach 1:31 Minute per Doppelnelson einen Schultersieg, die Gäste aus Oberölsbach gewannen dennoch knapp mit 17:16. »Wir haben in den schweren Gewichtsklassen leider falsch aufgestellt, aber dennoch ist die Niederlage kein Beinbruch«, resümierte Abteilungsleiter Hans Labacher. cw