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Knoten soll platzen: Gute deutsche Chancen am Montag

London (dpa) - Nach einem verkorksten Auftakt-Wochenende soll der Knoten im deutschen Olympia-Team am dritten Wettkampftag in London platzen. Die deutschen Turner um Fabian Hambüchen spekulieren im Team-Wettbewerb mit einer Medaille.

Medaillenkandidat
Die deutschen Turner um Fabian Hambüchen wollen im Team-Wettbewerb eine Medaille gewinnen. Foto: Andrew Gombert Foto: dpa

Im Synchronspringen vom Turm streben die Europameister Patrick Hausding und Sascha Klein an diesem Montag die Wiederholung ihres Silber-Coups von Peking 2008 an. Und auch Schwimm-Weltrekordler Paul Biedermann, der nach seiner Pleite über 400 Meter Freistil über die halbe Distanz als Viertschnellster ins Finale einzog, darf sich wieder Medaillenchancen ausrechnen. Angesichts der Dominanz chinesischer und rumänischer Degenfechterinnen scheint indes fraglich, ob Britta Heidemann ihren Gold-Coup von vor vier Jahren wiederholen kann.

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Zwei medaillenlose Tage in der britischen Hauptstadt hatten die Ungeduld im deutschen Team wachsen lassen. «Wir sind nicht zufrieden, hoffen aber, dass nun der Knoten platzt», sagte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Michael Vesper. Viele Athleten würden nun sagen: «Jetzt erst recht!»

Während im Medaillenspiegel nach 26 Entscheidungen bereits 30 Nationen vertreten waren, stand die deutsche Mannschaft noch mit leeren Händen da und beklagte ihren schlechtesten Olympia-Start seit 44 Jahren. Noch am nächsten an Edelmetall dran waren Radsportlerin Ina-Yoko Teutenberg, die im Straßenrennen der Frauen den undankbaren vierten Platz belegte, und Skeet-Schützin Christine Wenzel als Sechste. Vor vier Jahren in Peking hatte es am ersten Wochenende wenigstens eine Plakette gegeben.

Im Medaillenspiegel ist China der Konkurrenz bereits ein ganzes Stück enteilt. Mit sechs Mal Gold, viermal Silber und zweimal Bronze distanzierten die Sportler aus dem Reich der Mitte den vermeintlich schärfsten Konkurrenten aus den USA (3-5-3) deutlich.