Kohl und Zauner verlängern ihre Verträge - Edfelder wechselt

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Benedikt Kohl (r.) vom Eishockeyclub Straubing empfing seine Profikollegen Manuel Edfelder (l./Starbulls Rosenheim) und Sebastian Zauner (M./EC Villacher SV) in seinem Heim in Schönau am Königssee. (Foto: Christian Wechslinger)

Benedikt Kohl, Sebastian Zauner und Manuel Edfelder erlernten das Eishockeyspielen einst beim EV Berchtesgaden. Inzwischen mischen alle drei teilweise in der höchsten Spielklasse mit. Kohl avancierte zum Nationalspieler, Edfelder zum Junioren-Nationalspieler und Zauner spielt in der österreichischen Bundesliga. Die ehemaligen EVB-Spieler blicken auf eine gute Saison zurück. Was die Zukunft betrifft, werden Kohl und Zauner ihre Verträge verlängern. Edfelder wechselt dagegen von den Tölzer Löwen zu den Starbulls Rosenheim.


Benedikt Kohl (33) blickt als Verteidiger auf 694 DEL- und 76 Länderspiele für Deutschland zurück. Wie seine beiden Kollegen Zauner und Edfelder erreichte Kohl in der vergangenen Saison die Play-off-Runde, in der bekanntlich die Karten neu gemischt werden. Bis zehn Minuten vor der Schlusssirene führte Straubing gegen Mannheim, verlor dann jedoch unglücklich. »Der Grunddurchgang ist oft wenig aussagekräftig und so kann in den Finalspielen noch allerhand passieren«, erklärte Manuel Edfelder. Er verließ die Tölzer Löwen und wechselte zu seinem ehemaligen Verein Starbulls Rosenheim.

Der ehemalige Nachwuchsspieler des EVB, Sebastian Zauner (26), blickt positiv auf seine erste Saison beim EC Villacher SV zurück, wo er mit seinem Team bis ins Viertelfinale vorgestoßen ist. »Ich hatte nach meinem Wechsel aus der zweiten Liga von Dresden nach Villach zunächst Anlaufschwierigkeiten, da in der österreichischen Bundesliga schnelleres und härteres Eishockey als in der DEL 2 gespielt wird. Aber nach ein paar Wochen habe ich mich im Team etabliert und konnte meine Mannschaft verstärken«, so der Verteidiger. Nach einem holprigen Saisonstart kämpfte sich Villach bis ins Viertelfinale durch. Bei Villach stand Sebastian Zauner in der letzten Saison 50-mal auf dem Eis und verlängerte seinen Vertrag um ein weiteres Jahr.

Saisonziel der Villacher ist, wieder die Play-off-Runde zu erreichen. Alles andere sei Zugabe, erklärte der Berchtesgadener.

Auch Manuel Edfelder (25) begann seine Laufbahn beim EV Berchtesgaden. Bei den Starbulls Rosenheim avancierte der Bad Reichenhaller zum Junioren-Nationalspieler. Nach seinem Wechsel in die DEL 2 zu den Tölzer Löwen machte Tölz aus der Personalnot eine Tugend und funktionierte den gelernten Stürmer zum Verteidiger um. »Ich habe in Bad Tölz in der Verteidigung und im Sturm gespielt, in manchem Spiel wechselte dies sogar von einem Drittel zum nächsten«, erklärte der gelernte torgefährliche Stürmer.

Obwohl die von Verletzungen gebeutelten Tölzer oft nur zwölf Spieler aufs Eis brachten, mischten sie im Grunddurchgang immer um Platz zwei bis drei mit. »Unter den gegebenen Umständen spielten wir eine Supersaison. Hätten wir in der Play-off-Runde nicht großes Verletzungspech gehabt, wäre wohl mehr möglich gewesen. Im Play-off sind die Karten neu gemischt und so wurde eben Bietigheim Meister«, blickt Edfelder auf die Saison zurück.

In der nächsten Saison spielt er wieder für die Starbulls im Sturm. Nach seinem Wechsel spielt er zwar »nur« in der dritten Liga. Doch die Rosenheimer haben sich nicht nur mit Edfelder verstärkt, sie streben mit einem starken Kader den Aufstieg in die DEL 2 an. »Der Wechsel eine Klasse tiefer ist für mich kein Rückschritt, sondern eine Herausforderung. Unser klares Ziel ist der Aufstieg. Ich möchte im Team auch Verantwortung übernehmen und wer weiß, ob nicht einmal eine Offerte aus der ersten Liga kommt«, hofft Edfelder, den vor ein paar Jahren schon einmal die Düsseldorfer EG für die DEL 1 haben wollte.

Aber das Rheinland war dem Ur-Bayern doch etwas zu weit entfernt. Abschließend zeigte sich Manuel Edfelder froh, dass die Eishockey-Cracks nach einer längeren Pause wieder ihrer Leidenschaft nachgehen durften. Wie es jedoch mit Zuschauern aussehen wird, ist derzeit nicht bekannt. Christian Wechslinger