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Kombinierer Frenzel holt Heimerfolg und Gelbes Trikot

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Zieleinfahrt
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Eric Frenzel feiert schon bei der Zieleinfahrt. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Kollegen
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Im Ziel umarmte Frenzel seinen ebenfalls sehr starken Teamkollegen Tino Edelmann (r). Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Überragend
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Eric Frenzel ist erneut nicht zu schlagen. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Gratulanten
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Auch ein DSV-Skitechniker und sein Sohn wollten Frenzel sofort gratulieren. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Weltcupführung
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Bei der Siegerehrung durfte der Oberwiesenthaler sogar ins gelbe Trikot des Weltcupführenden schlüpfen. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa
Podium
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Eric Frenzel (M) siegte vor Tino Edelmann (l) und dem Österreicher Wilhelm Denifl. Foto: Hendrik Schmidt Foto: dpa

Klingenthal (dpa) - So emotional hat man Eric Frenzel noch nie gesehen. Schon nach dem Springen riss der Weltmeister in der Nordischen Kombination im Auslauf die Ski nach oben und ließ sich vom Publikum in der Vogtlandarena bejubeln.


Als der Oberwiesenthaler seinen Vorsprung auch zum dritten Weltcup-Sieg in Serie ausbauen konnte, brachen bei dem sonst so besonnenen Athleten alle Dämme. »Das war heute einer der schönsten Tage meiner Karriere. An meinen ersten Weltcup-Sieg vor fünf Jahren hier kommt er zwar nicht ganz heran, aber danach gab es wenige Momente, die diesen toppen könnten«, sagte der Sachse, der sich vor dem Teamkollegen Tino Edelmann durchsetzte.

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»Endlich ist die schwarze Heimserie gerissen und ich bin den zweifelhaften Ruf los, der letzte deutsche Kombinierer zu sein, der daheim gewinnen konnte«, scherzte Ronny Ackermann, der wie Frenzel vor fünf Jahren in Klingenthal gewonnen hatte und nun im deutschen Trainerteam immer mehr in die Verantwortung rückt. »Ich freue mich, dass wir die Resultate der vergangenen Wochen nach Hause transportieren und all das umsetzen konnten, was wir uns so hart erarbeitet haben. Jetzt kommt es darauf an, technisch weiter zu feilen und uns weiterzuentwickeln, nicht unbedingt ergebnisorientiert«, bemerkte der viermalige Weltmeister.

Vor allem auch deshalb, weil in Edelmann aus Zella-Mehlis ein weiterer DSV-Kombinierer in Top-Form ist und mit taktischem Geschick nicht unerheblich zum deutschen Doppelerfolg beigetragen hatte.

»Es ist schon etwas anderes, wenn man mit zwei Siegen im Gepäck nach Hause kommt. Der Erwartungsdruck von mir selbst, aber auch von außen, ist doch etwas anderes. Man ist ganz einfach nervöser«, bemerkte Frenzel und bekam ein Sonderlob von Bundestrainer Herrmann Weinbuch. »Mit dieser nervlichen Belastung muss man erst mal klar kommen. Unter normalen Umständen hätte Tino Edelmann das Springen gewonnen, aber bei ihm herrschten ganz schlechte Bedingungen. Der Sieger wäre aber der gleiche geblieben«, sagte der Coach.

»Mein erster Sprungsieg in dieser Saison ist schon etwas Besonderes. Dass wir gut laufen können, hat man zuletzt ja schon gesehen. Deshalb war klar, dass Tino und ich um den Sieg kämpfen werden. Wir haben taktisch alles richtig gemacht. Dafür großer Dank an Tino«, sagte Frenzel, der nun sogar die Führung im Gesamtweltcup übernommen hat. »Aber darauf sollten wir nicht schauen. Der Fokus liegt auf der WM, danach orientieren wir uns neu«, wiegelte Ackermann jegliche Euphorie ab.