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Nach Oberstleutnant Dirk Borg führt jetzt Oberstleutnant i. G. Michael Bender das Bataillon 232 in der Strub

Kommandoübergabe bei den Gebirgsjägern

Bischofswiesen – Brigadegeneral Alexander Sollfrank übergab am Dienstag das Kommando des Gebirgsjägerbataillons 232 von Oberstleutnant Dirk Borg an dessen Nachfolger Oberstleutnant i. G. Michael Bender. Der Offizier im Generalstab ist zugleich der 23. Kommandeur des Struber Bataillons.

Am letzten Dienstag übergab der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23 »Bayern« Brigadegeneral Alexander Sollfrank (4.v.l.) das Kommando über das Gebirgsjägerbataillon 232 von Oberstleutnant Dirk Borg an Oberstleutnant i.G. Michael Bender. (Foto: Wechslinger)

Zu diesem feierlichen Anlass waren hohe Militärs ebenso gekommen wie Honoratioren des öffentlichen Lebens. General Sollfrank lobte die Verdienste des scheidenden Kommandeurs und wünschte dem neuen Befehlshaber viel Glück. Für die musikalische Begleitung des Kommandowechsels sorgte das Gebirgsmusikkorps aus Garmisch-Partenkirchen.

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Der scheidende Kommandeur freute sich bei seiner Begrüßung über die vielen Ehrengäste aus Nah und Fern, vor allem auch über die Anwesenheit der österreichischen Kameraden des Hochgebirgs-Jägerbataillons 26 aus Spittal an der Drau mit Kommandeur Oberstleutnant Rudolf Kury, mit dem nicht nur eine zehnjährige Patenschaft besteht, sondern mit dem man auch manche Übung durchgeführt habe. Auch die angetretenen Fahnenabordnungen zeigten die Verbundenheit zum Militär.

Hoher Ausbildungsgrad der Truppe

Borg erfülle es mit Wehmut, versetzt zu werden. Schließlich sei die Zeit als Kommandeur eines Gebirgsjägerbataillons etwas Besonderes, so der scheidende Kommandeur, der im Weiteren von intensiven Einsätzen des Bataillons in der Vergangenheit sprach. Dass das Bataillon dabei vor größeren Unfällen und vor allem Todesfällen verschont geblieben sei, sei auch auf den hohen Ausbildungsstand der Soldaten zurückzuführen.

Brigadegeneral Alexander Sollfrank, von 2006 bis 2009 Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 232 in Bischofswiesen, lobte die Soldaten, die zuletzt in der Mongolei im Einsatz gewesen waren, um dort das Militär auszubilden. Trotz widriger Witterung und spartanischer Unterbringung hätten die eingesetzten Kräfte beste Arbeit verrichtet, so Sollfrank.

»Wir brauchen das Training«

Der Brigadekommandeur erzählte auch über die nichtmilitärischen Einsätze der Soldaten im Rahmen der Flüchtlingssituation und bemängelte dabei, dass dadurch das Üben für militärische Einsätze fehle. »Wir brauchen aber das Training für unseren Auftrag«, so Sollfrank, der jedoch auch betonte, verlässlich da zu sein, wenn das Land zu Einsätzen rufe.

General Sollfrank lobte das Gebirgsjägerbataillon für über 1 000 freiwillige Soldaten, die in den vergangenen zwei Jahren perfekt grundausgebildet worden seien. Die Aufgabe der militärischen Führung sei die Soldaten für ihren Dienst zu begeistern, gleichwohl schränkte Sollfrank ein, dass jeder verkehrt sei, der in der Strub einen ruhigen Platz suche. »Wir wissen nicht, wie sich die Welt noch verändert und was in der Zukunft auf uns zukommt. Seien sie aktiv, positiv, Dur und nicht Moll«, rief der Kommandeur seinen Soldaten zu.

Dem scheidenden Bataillonskommandeur Oberstleutnant Dirk Borg wünschte er für dessen neue Verwendung an einer Unteroffiziersschule viel Soldatenglück und verlieh ihm als Dank und Anerkennung für seine Leistungen die Ehrennadel der Brigade 23 »Bayern«.

Bevor General Sollfrank das Bataillon von Borg an Oberstleutnant i. G. Michael Bender übergab, informierte er die Anwesenden über dessen militärischen Werdegang und attestierte Bender beste Voraussetzungen zur Führung des Gebirgsjägerbataillons 232. Abschließend gab Borg als Zeichen des Abschieds die Truppenfahne an Brigadegeneral Sollfrank zurück, der sie wiederum dem neuen Befehlshaber übertrug. Christian Wechslinger