Kommissarin Lucas - Das Urteil

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Kommissarin Lucas - Das Urteil
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Bernd Stach (Florian Teichtmeister) wird aus dem Gefängnis entlassen, Kommissarin Lucas (Ulrike Kriener) begleitet ihn hinaus. Foto: arbara Bauriedl/ZDF Foto: dpa

Ein alter Fall beschäftigt »Kommissarin Lucas«. Ist der Psychologiedozent Bernd Stach Opfer eines Fehlurteils geworden? Die Ermittlerin bekommt immer mehr Zweifel an der Aussage einer Zeugin.


Regensburg (dpa) - »Kommissarin Lucas« wird von der Vergangenheit eingeholt: In ihrem neuesten Fall wird Ellen Lucas mit einem alten konfrontiert.

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In der Folge »Das Urteil« flieht ein Häftling aus dem Gefängnis, der wegen Mordes verurteilt wurde. Doch der Familienvater behauptet, er sei ein Justizopfer und nimmt Ellen Lucas (Ulrike Kriener, 63) als Geisel. Sie soll die Ermittlungen noch einmal aufrollen und die Wahrheit über den Mordfall herausfinden. Das ZDF zeigt die Episode der ZDF-Krimireihe aus Regensburg am Samstag (1. September) um 20.15 Uhr.

In »Das Urteil« nach einem Drehbuch von Peter Probst soll der Psychologiedozent Bernd Stach (Florian Teichtmeister) auf einer Party eine junge Frau ermordet haben - so sah es jedenfalls das Gericht. Doch er sieht sich als Justizopfer, will sich mit dem Urteil nicht abfinden und ist bereit, alle Mittel einzusetzen, um sich dagegen zu wehren: Nach einem Selbstmordversuch gelingt ihm die Flucht. Stach passt Kommissarin Lucas beim Joggen ab und entführt sie. Er will sie zwingen, den Fall noch einmal aufzurollen und die Wahrheit über den Mord herauszufinden.

Zwar kann die Polizei Ellen Lucas befreien - Stach flieht dabei aber erneut. Und die Entführung hat die Kommissarin ins Zweifeln gebracht. Sie nimmt die alten Ermittlungen noch einmal auf und hört sich zwei Zeugen an, die schon damals befragt wurden: Studentin Marie Heusler (Lena Kalisch), die Stach während einer Party mit dem Opfer beobachtet haben will, bleibt bei ihrer Aussage, ebenso Niklas Brettling (Anton Spieker). Der junge Mann hatte ausgesagt, Stach und das Mädchen ebenfalls zusammen gesehen zu haben.

Doch die Kommissarin hat ein ungutes Gefühl: Warum wurde Marie Heusler erst drei Monate nach der Tat als Zeugin befragt? Und warum wurde ihre Aussage nicht genauer überprüft? Bei einer Tatortbegehung taucht Brettling nicht auf, und Marie wirkt verunsichert. Gerichtsgutachter Kellermann (Wolfgang Pregler) findet ihre erneute Aussage jedoch glaubwürdig.

Die Geschichte unter der Regie von Nils Willbrandt entwickelt sich zu einem psychologischen Drama. Irgendjemand lügt offensichtlich, die Aussagen passen nicht mit dem Geschehen zusammen. Die Kommissarin lässt nicht locker und entdeckt Verbindungen zwischen dem Gutachter und den beiden Hauptzeugen. Sie glaubt, der Psychiater könnte die Zeugen manipuliert haben. Saß Stach tatsächlich zu Unrecht wegen Mordes hinter Gittern?

In gewohnt herbstlich-düsterer Atmosphäre taucht die Ermittlerin immer tiefer ein in das Beziehungsgeflecht zwischen den Protagonisten. Die 27. Folge von »Kommissarin Lucas« ist nicht unbedingt eine ihrer stärksten. Gerade die Szenen der Entführung wirken sehr bemüht. Letztlich entpuppt sich der Fall als ein klassisches Eifersuchtsdrama. Und Ellen Lucas joggt wieder durch Regensburg - diesmal an der Seite ihres liebenswürdig-kauzigen Nachbarn Max (Tilo Prückner).

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