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Kommt die Bob-WM an den Königssee?

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Bobpilot Johannes Lochner, Leistungssport-Manager Alexander Resch, Trainer René Spies und Hotelier Thomas Hettegger (v.l.) stehen für das Großereignis Bob-WM am Königssee bereit. (Foto: Wechslinger)

Die Entscheidung soll erst am Montag fallen. Doch im südlichen Berchtesgadener Land läuft man sich schon einmal warm für potenzielle Bob- und Skeletonweltmeisterschaften Ende Februar auf der Kunsteisbahn am Königssee. Nicht nur bei dem in Berchtesgaden ansässigen Bob- und Schlittenverband für Deutschland hofft man nach dem Aus für das russische Sotschi auf einen Zuschlag.


Nachdem der internationale Bob- und Skeletonverband (IBSF) die Weltmeisterschaften in Sotschi wegen des McLaren-Reports, in dem es um flächendeckendes Doping russischer Sportler ging, abgesagt hatte, haben mehrere Länder ihr Interesse angemeldet. Neben Lake Placid, St. Moritz und Nagano steht Königssee bereit, nach einer Vorbereitungszeit von zwei Monaten das Großereignis durchzuführen.

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Sportdirektor Thomas Schwab und Leistungssport-Manager Alexander Resch vom Bob- und Schlittenverband für Deutschland (BSD) haben bereits ein Gespräch mit der IBSF-Generalsekretärin Heike Größwang geführt. »Wir garantieren eine würdige Weltmeisterschaft, auch wenn die Vorbereitungszeit von gerade einmal zwei Monaten extrem kurz ist«, so Resch. Der kann jedoch mit der Unterstützung seitens der Tourismusregion Berchtesgaden-Königssee, der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH sowie der verschiedenen Beherbergungsbetriebe, vor allem durch die Familie Hettegger vom Hotel »Edelweiß«, rechnen. Durch das sofort offerierte Zimmerangebot wird die Unterbringung der Aktiven und des weiteren WM-Trosses samt Journalisten möglich gemacht.

Ferner verhandelt man derzeit über die Finanzierung und hat mit dem ehemaligen BSD-Sportdirektor Stefan Krauß, der in verantwortlicher Position bei der größten europäischen Sportagentur »Infront« arbeitet, den denkbar besten Mitstreiter. »Wir haben sogar schon einen Haushaltsplan aufgestellt«, erklärt Alexander Resch. Man habe bereits die Zusage von Bund und Land sowie vom Sponsor Deutsche Post. Ein Werbepaket sei noch offen. »Aber das wird Stefan Krauß sicher auch noch deckeln«, ist Resch guter Dinge.

Für Resch wären die Weltmeisterschaften am Königssee schon aus logistischen Gründen die denkbar beste Lösung. »Ich würde mir sehr wünschen, dass wir den Zuschlag bekommen.« Christian Wechslinger