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Im Angriff war der EVB nicht oft und zudem wenig erfolgreich. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Beim zweiten Heimspiel der Saison musste der EV Berchtesgaden eine neuerliche Niederlage einstecken. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit gegen den Münchner EK konnten sich die Berchtesgadener gegen die Gäste vor nur mehr 80 Zusehern nicht behaupten.


Zwar konnte man einigen Akteuren nicht vorwerfen, sich nicht eingesetzt zu haben, dennoch war keine Spielstruktur zu erkennen. Dabei kamen die Landeshauptstädter erst verspätet an, weil sie sehen mussten, überhaupt zehn Feldspieler aufs Eis zu bekommen. Die Münchner verausgabten sich auch nicht, sondern liefen nur so viel, wie nötig war, dies jedoch effizient. Aufgrund der zahlenmäßigen Überlegenheit der Berchtesgadener von 16 zu zehn Spielern, hätte es der Heimmannschaft eigentlich möglich sein sollen, die Gegner so unter Druck zu setzen, dass ihnen mit zunehmender Spieldauer die Luft ausgeht. Dies sagte zunächst auch Spielertrainer Simon Kohl, der als ausgebildeter Diplompsychologe vor dem Spiel seine Akteure mit der Parole »Die packen wir« motivieren wollte.

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Doch praktisch mit dem ersten Angriff ging der Gast nach 27 Sekunden in Führung und schon waren alle guten Gedanken verfolgen. Von diesem frühen Schock erholten sich die Berchtesgadener lange Zeit nicht und bekamen in der Folge noch zwei weitere Gegentreffer durch den Münchener Mannschaftskapitän. Als Richard Kroll in der 17. Minute mit einem gutem Schuss auf 1:3 verkürzte, schienen sich die Berchtesgadener etwas befreien zu können. Doch knapp zwei Minuten vor der ersten Drittelpause erhöhten die Landeshauptstädter auf 4:1.

Im Mittelabschnitt schienen die Berchtesgadener zunächst sicherer und gefestigter. Matthias Osterholzer gelang nach vier Minuten das 2:4. Wieder keimte etwas Hoffnung auf, schließlich mussten die nur zwei Sturmreihen gegenüber drei Formationen des EVB doch einmal müde werden. Diese Hoffnung bestätigte sich aber nicht, zu ungestüm und unorganisiert spielte der EVB. Die Folge waren drei weitere Treffer in der 30., 37. und 40. Minute zum 7:2-Zwischenstand nach zwei Dritteln. Jetzt ging es eigentlich nurmehr darum, auf eigenem Eis eine zweistellige Niederlage zu verhindern. Wenigstens das schaffte das Team um Mannschaftskapitän Andres Bräuer, der sich trotz einer Verletzung in den Mannschaftsdienst stellte. Die restlichen zwei Treffer des Münchner EK zum souveränen 9:2-Erfolg fielen in der Schlussphase der Begegnung.

Nachdem Spielertrainer Simon Kohl vor Beginn der Meisterschaft sein Team auf einem guten Weg gesehen hatte und mit einer besseren Saison als der letzten liebäugelte, ist schwer vorstellbar, dass dieser EVB unter neun Mannschaften um mehr als den siebten Platz mitspielen kann. Derzeit rangiert der EVB aufgrund des besseren Torverhältnisses noch an der vorletzten Stelle der Tabelle.

In zwei weiteren Bezirksligaspielen besiegte die SE Freising den EHC Waldkraiburg mit 7:3, während der EV Aich die Spielgemeinschaft aus dem EFC/EHC München überraschend knapp nur mit 6:2 besiegte.

Das nächste Heimspiel des EV Berchtesgaden findet in knapp zwei Wochen gegen den Tabellendritten ESV Waldkirchen statt.

Strafen: EV Berchtesgaden 14, Münchner EK 12 Minuten.

EV Berchtesgaden: T. Schäfer, Wenig; Giritzer, F. Schäfer, Becker, S. Kohl, S. Fegg, Osterholzer, V. Kohl, Gadringer, Heim, Juras, Berreiter, Kroll, C. Fegg, Brandner, Bräuer, Pflug

Christian Wechslinger