weather-image
28°
Bauarbeiten beginnen Mitte August – Verkehr in Richtung Bad Reichenhall muss über das Wachterl ausweichen

Komplett-Sanierung: Eisenrichter Berg tagsüber nur einspurig befahrbar

Foto: Staatliches Bauamt Traunstein

Bischofswiesen – Nach der halbseitigen Sperrung mit Ampelregelung nach einem Erdrutsch an der B20 am Eisenrichter Berg will das Staatliche Bauamt Traunstein nun den etwa 60 Meter langen Bereich von Grund auf erneuern. Begonnen wird damit im August. Eine Fahrspur muss mit Baubeginn weiträumig umgeleitet werden.


Nachdem der talseitig abgerutschte Bereich am Eisenrichter Berg in den vergangenen zwei Wochen provisorisch gesichert wurde, will das Bauamt im nächsten Schritt den kritischen, rund 60 Meter langen Bereich der B20 ab Mitte August bis Ende des Jahres vollständig zu sanieren.

Anzeige

Der Ausbau und die damit verbundenen Umleitungen sind alternativlos, da aus Sicherheitsgründen nur nach einer grundlegenden Erneuerung der Verkehr auf der B20 wieder in beiden Fahrtrichtungen freigegeben werden kann.

Nach der sofortigen halbseitigen Sperrung mit einer Ampel, stellte das Bauamt mit dem Umbau der Entwässerungsanlage und dem Errichten von Betonschutzwänden sicher, dass nicht weitere Teile des Hanges abrutschen können.

Bis Jahresende sollen nun die Maßnahmen zum Neubau umgesetzt werden. Zunächst wird der Straßenkörper teilweise abgetragen und mit einer vernagelten Spritzbetonwand gesichert. Anschließend wird talseitig eine auf Mikropfählen gestützte Wand aus Stahlbeton mit einer Fahrbahnkappe errichtet. Zuletzt werden der neue Untergrund der Straße gebaut und die Fahrbahndecke aufgetragen.

Geplante Umleitungen während der Bauarbeiten

Eine besondere Herausforderung stellt die Verkehrsführung während der Bauzeit dar, da mit den verbleibenden 3,25 Meter Fahrbahnbreite nur eine Spur zur Verfügung steht. Nur der Verkehr soll einspurig von Norden nach Süden über die B20 geführt werden. Der Gegenverkehr von Süden nach Norden wird über die B305 über Ramsau und Wachterl und weiter über die B21 Richtung Bad Reichenhall umgeleitet.

Abgeleitet wird der Verkehr an der Kreisstraße BGL 17 in Bischofswiesen und am Kreisverkehr Stangenwald an der Einmündung der B20 in die B305.

Ein dauerhafter Ampelbetrieb wie er bereits aktuell eingerichtet ist, scheidet für das Bauamt während der Sanierung aus, da es aufgrund der sehr beengten Verhältnisse bei der Anfahrt von Baufahrzeugen immer wieder zu kurzen Vollsperrungen kommen wird und die dadurch entstehenden Rückstauungen sich nicht mehr spürbar auflösen würden.

In Abstimmung mit dem Landrat und den sieben betroffenen Gemeinden wurde beschlossen, die Einbahnregelung mit Umleitung für den Verkehr von Süden nach Norden außerhalb der Bauzeiten am Wochenende und werktags zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens aufzuheben. Am Abend und nachts wird der Verkehr dann durch eine Ampel geregelt.

Die Bauarbeiten des ersten Bauabschnittes am Eisenrichterberg sollen Mitte August beginnen und vor Einsetzen des Winters abgeschlossen sein, damit die B20 dann wieder durchgehend zweispurig befahrbar ist, so das Staatliche Bauamt.

Auswirkungen auf andere Baumaßnahmen

Die Bauarbeiten am Eisenrichter Berg werden zudem bereits vorbereitete Maßnahmen auf den Umleitungsstrecken beeinflussen. So muss der für den Herbst dieses Jahres vorgesehene Umbau der Einmündung der St 2099 in die B305 zu einem Kreisverkehr in Ramsau auf Frühjahr 2019 verschoben werden.

Der vorgesehene Bau des Kreisverkehrs Stanggaß an der Einmündung der St 2097 in die B20 hingegen soll wie geplant im Herbst dieses Jahres erfolgen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Bau weitgehend ohne größere Verkehrsbehinderungen im Gegenverkehr erfolgen kann. Die Planung hierfür läuft bereits.

Weitere Bauabschnitte folgen

Um den Eisenrichter Berg auf einer Länge von rund 500 Metern durchgehend auszubauen und die vorhandene Ausbaulücke der B20 damit zu schließen, stehen in den kommenden Jahren weitere Bauabschnitte zur Realisierung an. Dabei sollen die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt in die Ablaufplanung und die Verkehrsführung der noch folgenden Abschnitte einfließen.

Die Zeitschiene für den weiteren Ausbau ist derzeit noch offen und wird in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit dem Landratsamt und den betroffenen Kommunen geplant. Dabei wird es auch darauf ankommen, andere wichtige Infrastrukturmaßnahmen in der Region zu berücksichtigen und bauzeitliche Überschneidungen möglichst zu vermeiden.