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Foto: dpa/Sven Hoppe/Symbolbild

Kontrollen auf A8 – Mehrere Verstöße geahndet

Traunstein/Berchtesgadener Land – Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein führten am Mittwoch, den 19. Januar, zahlreiche Kontrollen auf der Autobahn 8 durch.


Unter anderem wurde gegen 11.20 Uhr bei Siegsdorf ein 28-jähriger Berufskraftfahrer aus der Türkei mit seinem Sattelzug aus dem Verkehr gezogen. Grund hierfür war, dass sich die Plane des Aufliegers bereits verdächtig nach außen wölbte. Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Türke tonnenweise Spielzeug geladen hatte, das nicht ausreichend gesichert war. Zahlreiche Kartons hatten sich bereits verschoben und drückten somit gegen die Plane. Weiterhin wurde am Auflieger ein schadhafter Reifen festgestellt, der unverzüglich gewechselt werden musste. Der Mann wurde mit einem entsprechenden Bußgeld belegt. Die Weiterfahrt wurde ihm bis zur Nachsicherung und dem Reifenwechsel untersagt.

Probleme mit der Ladungssicherung hatte auch ein 28-jähriger Berufskraftfahrer aus der Ukraine mit seinem polnischen Lastkraftwagen gegen 13 Uhr bei Teisendorf. Der Ukrainer hatte mehrere Tonnen Gewürze in sogenannten Big Packs geladen, die sich gänzlich ungesichert auf der Ladefläche befanden. Hinzu kam noch, dass der Ukrainer vor der Anhaltung den erforderlichen Mindestabstand von 50 Metern für den Schwerverkehr zum vorausfahrenden Fahrzeug auf der Autobahn nicht eingehalten hatte. Der Ukrainer musste ein Bußgeld im dreistelligen Bereich hinterlegen. Auch ihm wurde die Weiterfahrt bis zu einer ordnungsgemäßen Sicherung seiner Ladung untersagt.

Die Weiterfahrt mit seinem Sattelzug wurde auch einem 57-jährigen Berufskraftfahrer aus Litauen gegen 15 Uhr bei Siegsdorf verwehrt. Der Litauer war mit einem Schwertransport, auf dem ein tonnenschweres Maschinenteil geladen war, unterwegs. Er verstieß bei seiner Fahrt gegen mehrere Auflagen der Ausnahmegenehmigung. So war zum einen sein mitgeführter Genehmigungsbescheid nicht lesbar. Und auch die vorgegebenen Geschwindigkeitsauflagen im Bereich von Brücken interessierten den Litauer nicht. Weiterhin war für den Ausnahme-Transport auch die Anwesenheit eines Beifahrers in der Zugmaschine vorgeschrieben. Dieser war bei der Kontrolle jedoch nicht feststellbar. Um das damit verbundene Bußgeldverfahren durchführen zu können, musste der Ukrainer eine entsprechende Sicherheitsleistung hinterlegen. Und auch gegen die litauische Spedition wird ein entsprechendes Verfahren betrieben werden, da diese sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ordnungsgemäß agierenden Firmen verschaffte.

Bei Bad Reichenhall wurde zur gleichen Zeit ein 58-jähriger Berufskraftfahrer aus der Türkei mit seinem Sattelzug beanstandet. Der Türke war im gewerblichen Güterverkehr von Frankreich in die Türkei unterwegs. Bei seiner Fahrt verstieß dieser gegen zahlreiche Sozialvorschriften, darunter Überschreitungen bei der Tageslenkzeiten und Unterschreitung der täglichen Ruhezeiten. Und auch die Einzelgenehmigung für den Gütertransport war nicht ausreichend befüllt. Die Verstösse für den Berufskraftfahrer summierten sich auf 1200 Euro. Für die türkische Spedition schlugen die Verstösse mit 2000 Euro zu Buche.

Ein 24-jähriger Franzose mit seinem hochmotorisierten Pkw Jaguar ging einer Streife mit Videofahrzeug gegen 14 Uhr bei Teisendorf ins Netz. Die Fahrweise des Franzosen war unauffällig und regelkonform. Allerding war an dem 600 PS-starken Fahrzeug kein vorderes Kennzeichen angebracht. Ein entsprechendes Bußgeld musste der Franzose an Ort und Stelle begleichen. Und auch das im Innenraum mitgeführte Kennzeichen musste er vor Antritt der Weiterfahrt am Fahrzeug anbringen. Weitere Schritte über die Zulassungsstelle werden folgen, zumal der Franzose mit seinem Fahrzeug und der vermeintlichen Beteiligung an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen im Jahr 2020 schon einmal bei der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein auffällig war.

fb/red