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Stipendiaten der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks brillieren

Konzert der Extraklasse im Kloster Seeon

Für die Zuhörer im Festsaal des Klosters Seeon war das Konzert der Stipendiatinnen und Stipendiaten der Akademie des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks ein besonderes Erlebnis, dem noch jugendlichen Elan und dem Feuereifer der angehenden Spitzenmusiker zu lauschen. Für die Programmkonzeption und das Einstudieren schrieb Stefan Schilli, selbst Solo-Oboist des Symphonieorchesters und Dozent am Mozarteum, verantwortlich. Schilli wählte für das Konzert unter dem Motto »Im Parnass« barocke Musik unterschiedlicher Komponisten höchsten Ranges aus und präsentierte mit seinen bestens vorbereiteten Stipendiaten Klassik vom Feinsten.

In Johann Sebastian Bachs Suite Nr. 2 h-moll für Solo-Flöte brillierte Pantxoa Urtizberea an der Querflöte, in nicht weniger brillanter Begleitung von Anne Weber, Jung-Eun Shin an Violinen, Gideon Wieck an der Viola, Clara Grünwald am Violoncello, Yi-Rung Lai am Kontrabass und Alexandra Nepomnyashchaya am Cembalo. Nicola Antonino Porporas Konzert für Violoncello, Streicher und Cembalo bestritten bravourös und in perfektem Zusammenspiel Clara Grünwald (Violoncello), Jung-Eun Shin und Julia Ungureanu (Violinen), Hedwig Gruber (Viola), Jean-Baptiste Schwebel (Violoncello) und Yi-Rung Lai (Kontrabass).

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Ein Werk von außergewöhnlicher musikalischer Genialität ist Francois Couperins »Apotheose a Corelli«, in dem der Haus- und Hofkompositeur des Sonnenkönigs seine unendliche Verehrung Corellis in seinem Werk musikalisch umsetzt. Bewundernswert präzise und mit beneidenswerter Leichtigkeit bewältigten die Stipendiaten Julia Ungureanu, Sophie Pantzier (Violinen) und Clara Grünwald (Violoncello) das siebensätzige Werk.

Oboen-Liebhaber kamen in Antonio Vivaldis Konzert für Oboe, Streicher und Cembalo voll auf ihre Kosten. Marine-Amelie Lenoir (Oboe) machte sicher ihrem Lehrer Stefan Schilli mit ihrer überzeugenden Leistung große Ehre. In Georg Philipp Telemanns Konzert F-Dur setzten die jungen Musiker noch mal einen hörenswerten Glanzpunkt. Die drei jungen Damen am Violoncello (Zoe Karlikow, Clara Grünwald und Philine Lembeck) waren spür- und hörbar bestens aufeinander eingespielt und schienen am Instrument denselben Herzschlag zu haben. Mit begeistertem Applaus und Bravorufen bedankten sich die Zuhörer im Festsaal für das grandiose Konzert der Extraklasse. Kirsten Benekam