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Kormoran und Gänsesäger machen Probleme

Traunstein. Das Artenhilfsprogramm, eines der Hauptanliegen des Vereins, wurde im vergangenen Jahr fortgeführt. Das berichtete Vorstand Josef Hartl bei der Jahreshauptversammlung des Bezirksfischereivereins Traunstein im Wochinger-Brauhaus.

So wurden in der Alz, in der Traun und in der Tiroler Achen Äschen-Jungfische sowie in der Alz und in der Tiroler Achen Nasen ausgesetzt, eine Fischart, die ebenfalls gefährdet ist. Ganz besonders liegt dem Verein die Wiedereinbürgerung der Alz-Äsche am Herzen, so Hartl.

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Die große Achenkarte, die gemeinsame Bewirtschaftung der Tiroler Achen, erwies sich wieder als Erfolg und zeigt die intensive Zusammenarbeit mit dem Anglerbund Chiemsee, fuhr Hartl fort. Wesentlich dazu beigetragen habe auch die Tourismusförderung der Verwaltungsgemeinschaft Marquartstein, die Werbung für die Fischwasser macht. Auf Initiative von Bürgermeister Andreas Dögerl beteiligt sich auch die Chiemgauklinik an diesem Projekt.

Kormoran und Gänsesäger sind seit Jahrzehnten ein Dauerthema. Der Gänsesäger, der vor allem Fischbrut dezimiere, trete in immer größeren Mengen auf, was Zählungen belegen, sagte Hartl. Hier sollte maßvoll eingegriffen werden, war der Tenor der Versammlung. Weiter informierte der Vorstand, dass es im vergangenen Jahr an den Vereinsgewässern viele Baumaßnahmen gab. Für die Vorstandschaft bedeutete das zusätzliche Arbeit, denn es standen Gespräche mit dem Wasserwirtschaftsamt und dem Straßenbauamt an. Kompromisse waren nötig, ein finanzieller Ausgleich wurde erreicht.

Schriftführer Andreas Pfeiffer berichtete, dass sechs Mitgliederversammlungen und vier Vorstandssitzungen abgehalten wurden. Der Verein hat rund 200 Mitglieder, davon 16 Jugendliche. Das traditionelle Freundschaftsfischen in Südtirol fand im September am Passer- und Sebensee statt. Die Fischerkönige wurden im September an der Alz bei Altenmarkt ermittelt. Neuer Fischerkönig wurde Hans Huber mit einem Karpfen von 2220 Gramm. Jugendfischerkönig ist Michael Randlinger.

Hauptgewässerwart Christian Wirth informierte, wie erfolgreich gefangen wurde und welcher Besatz für dieses Jahr geplant ist. Ein besonderes Augenmerk wird wieder auf die heimische Bachforelle gerichtet. Jugendwart Christian Gschöderer berichtete vom Jugendfischen am Röthelbachweiher. Elf Teilnehmer fingen 14 Forellen. Martin Falter, Gerätewart und Webmaster, berichtete über diverse Reparaturen und die TÜV-Abnahme am E-Gerät.

Der Kassenbericht von Markus Stadelberger fiel positiv aus. Die Kassenrevisoren Horst Huber und Bernd Hemsing berichteten von einer hervorragend geführten Kasse. Die Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig.