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Kostenbilanz nach Katastrophenfall

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Ein Feuerwehrmann räumt Schnee von einem Dach
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Foto: Lino Mirgeler/dpa

Teisendorf – Eine erste Kostenbilanz zum Katastrophenfall mit Stand vom 21. Januar legte Bauamtsleiter Theo Steinbacher dem Marktgemeinderat vor. Im Gemeindegebiet hatte ab dem 10. Januar sieben Tage lang der Katastrophenfall gegolten, nachdem in Neukirchen wegen der starken Schneefälle die Aufrechterhaltung der Infrastruktur gefährdet und einzelne Ortsteile nicht mehr erreichbar waren. In diesen Tagen haben die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs rund 650  Stunden für den Winterdienst geleistet.


100 000 Euro in den Haushalt eingestellt

Dazu kommen noch rund 400 Maschinenstunden für Schneeräumfahrzeuge aus dem öffentlichen Bereich und von beauftragten Landwirten. Nicht miteinbezogen wurden die Einsätze von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Bundeswehr und anderen Organisationen. Zudem mussten kurzfristig zusätzliche Materialbeschaffungen und Ersatzteile beschafft und Reparaturen durchgeführt werden. So sind zum Beispiel Schneeschaufeln kaputt gegangen, Schneeketten gerissen, Starterbatterien, Schneepflüge und Streuer ausgefallen. Nach einer ersten Schätzung geht das Bauamt von rund 100 000 Euro Kosten aus. Darin enthalten sind auch Reparaturen an der Infrastruktur, zum Beispiel an Straßen und Randsteinen, oder an privatem Eigentum wie Zäunen und Hecken. 80 Prozent dieser Kosten, so schätzt die Marktgemeinde, werden aus dem Katastrophenschutzfonds ersetzt. Für die entstandenen Kosten wurden in der Haushaltsplanung 2019 bereits Mittel eingeplant.

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Bürgermeister Thomas Gasser lobte darüber hinaus alle Bürger der Marktgemeinde, dass sie in dieser außerordentlichen Situation Ruhe bewahrt und viel Verständnis aufgebracht haben, wenn nicht jede Straße schnellstens geräumt werden konnte. Sein besonderer Dank galt allen ehrenamtlichen Helfern in Neukirchen, der Einsatzleitung mit Stefan Ufertinger, Florian Pfisterer und Christian Langwieder, dem Technischen Hilfswerk, den Feuerwehren der Nachbargemeinden, der Roten-Kreuz-Bereitschaft Teisendorf, der Bergwacht, der Wasserwacht und vielen anderen. Auch bei den Firmen, die ihre Fahrzeuge und Geräte zur Verfügung gestellt haben, den Grundstückseigentümern, die eine Schneeablagerung auf ihren Grundstücken erlaubt haben sowie den Mitarbeitern des Bauhofs, die trotz hoher zusätzlicher Belastung hervorragende Arbeit geleistet haben, bedankte er sich. Der Rathauschef zeigte sich erleichtert, dass alles ohne größere Zwischenfälle und Unfälle abgelaufen ist. Dies sei vor allem der hervorragenden Organisation und der guten Ausbildung der Rettungskräfte zu verdanken. Die Rückverlagerung der Einsatzleitung vom Landratsamt in die Gemeinden habe sich bewährt, da man so die Ortskenntnisse optimal nutzen konnte.

Autos behinderten Räumfahrzeuge

Ein großes Hindernis für die Schneeräumfahrzeuge und Einsatzfahrzeuge bildeten die vielen am Straßenrand geparkten Fahrzeuge – und das nicht nur in Neukirchen. Diese jährlich immer wiederkehrende Thematik im gesamten Gemeindegebiet sei bereits im Bauausschuss kritisch diskutiert worden. Zukünftig möchte man hier durch ein temporäres Parkverbot Abhilfe schaffen. Die Gemeinderäte lassen deshalb zur Zeit prüfen, ob auf Gemeindestraßen die Einführung eines solchen Verbots möglich ist. kon

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