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Krampfanfälle in der Ostwand

Schönau am Königssee – Auch in den Berchtesgadener Bergen war am Wochenende sehr viel los. Die Bergwacht Berchtesgaden und der Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« mussten unter anderem am Sonntagabend eine 48-jährige Touristin mit dem sieben Meter kurzen Rettungstau ins Tal fliegen, die sich in der Nähe des Jägerkreuzes schwer am Fuß verletzt hatte. Eine Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes brachte die notärztlich versorgte Frau zur weiteren Behandlung in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Noch am Schneewinkel-Landeplatz in der Schönau musste die Hubschrauberbesatzung einen bei einem Sturz verletzten fünfjährigen Jungen übernehmen, den eine weitere Rettungswagenbesatzung des Roten Kreuzes aus der Schönau brachte.

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Bereits am Samstag holte die Bergwacht einen 45-jährigen Einheimischen mit dem Geländefahrzeug vom Stahlhaus ab, der sich bei der Brettüberquerung eine Bänderverletzung zugezogen und es noch aus eigener Kraft bis zur Hütte geschafft hatte. Der Landrettungsdienst des Roten Kreuzes übernahm den Patienten am Parkplatz Hinterbrand und brachte ihn in die Kreisklinik Berchtesgaden.

Der nächste Einsatz ließ auch nicht lange auf sich warten. In der Nacht von Samstag auf Sonntag hat ein Mann in der Watzmann-Ostwand biwakiert. Am frühen Morgen bekam er plötzlich Krampfanfälle und konnte nicht mehr weiter aufsteigen. Einsatzleiter Stefan Aschauer schilderte den Einsatz: »Wir sind nach der Alarmierung mit dem Hubschrauber Christoph 14 in die Ostwand geflogen. Ich bin über die Kufe ausgestiegen und wir haben den Bergsteiger mit dem Sieben-Meter-Tau nach Kühroint und von dort aus ins Tal gebracht.« ml/av