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Krönender Abschluss durch die Weltmeisterin

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Sie gewann zum Abschluss der ersten Turnierwoche den Großen Preis von Ising: Weltmeisterin Simone Blum mit Cool Hill. (Foto: Weitz)

Für den krönenden Abschluss der ersten Wettkampfwoche sorgte die Weltmeisterin selbst: Simone Blum (LRFV Massenhausen) hat den ersten Großen Preis des Chiemsee-Pferdefestivals auf Gut Ising gewonnen. Bereits ab dem morgigen Donnerstag (Beginn: 8 Uhr) geht es in die zweite Runde des Pferdefestivals: Standen in der ersten Turniereinheit zunächst ausschließlich die Springreiter im Mittelpunkt, so sind ab morgen neben hochkarätigen Spring- auch hochwertige Dressurprüfungen mit im Angebot.


»Wir hatten Traumwetter und zahlreiche Zuschauer«, freut sich Turnierleiter Josef Beilmaier über die »erste Runde« der Veranstaltung. An den beiden letzten Wettkampftagen war die Tribüne komplett voll, allein an diesen Tagen waren es nach seiner Schätzung »bestimmt 5000 Zuschauer.«

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Und die bekamen hochklassigen Sport geboten. Beim abschließenden Grand Prix von Ising (Preis der Bethmann-Bank) legte Weltmeisterin Simone Blum (LRFV Massenhausen) mit ihrem Pferd Cool Hill mit 38,70 Sekunden gleich eine erstklassige Zeit hin, die die komplette Konkurrenz nicht unterbieten konnte. Sven Fehnl vom RFV Hahnbach kam auf Celsia mit 39,00 Sekunden Blums Zeit zwar nahe, hatte aber ebenso einen Abwurf (vier Fehlerpunkte) zu verzeichnen wie Tobias Bachl (RFV Pfarrkirchen/Cicera de La Vayrie). Fehnl wurde Vierter, Bachl Siebter, denn neben Blum kamen nur Selina Höger (PSG Wiedersbach) auf Flint- stone und die Kanadierin Elizabeth Bates (Chronos) fehlerfrei durchs Stechen. Bei der Siegerehrung hatte Beilmaier dann die Lacher auf seiner Seite: »Ich kann ja nichts dafür, wenn hier eine Außenseiterin gewinnt...« kommentierte er den Erfolg der Weltmeisterin.

Eine andere Weltmeisterin hatte am Abend zuvor »eine ganz andere Welt« kennengelernt: Bei der Premiere des Isinger »Reit-Biathlons« hatte nämlich Biathlon-Weltmeisterin Denise Herrmann (Stützpunkt Ruhpolding) zunächst den Springparcours bewundert. »Dann hat sie beim Anschießen gezeigt, wie das Schießen geht«, zeigt sich Beilmaier beeindruckt. Das gute Vorbild half anscheinend, denn viele der Reiter »haben wirklich super geschossen. Der David Will zum Beispiel hat gleich alle fünf Scheiben getroffen«, lobt der Turnierleiter den Lokalmatador, der für den RuF Pfungstadt reitet.

Will hatte unter anderem eine hochwertige Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S** (1,45 m) gewonnen und dabei im zweiten Umlauf auf Forest Gump für die Bestzeit gesorgt – vor dem wiederum mit Celsia sehr schnellen Sven Fehnl.

Sehr schnell präsentierte sich auch Tobias Bachl in der Siegerrunde einer Springprüfung der Klasse S** (1,45 m). Diese entschied der Sportler des RFV Pfarrkirchen auf Corne B mit fehlerfreiem Ritt in 40,43 Sekunden zu seinen Gunsten. Schneller als Bachl war lediglich der Deutsche Meister Felix Haßmann auf SL Brazonado (37,42), wurde aber wegen eines Abwurfs »nur« Vierter.

Im EY-Cup (Reiter bis 25 Jahre) gewann einmal Lara-Marie Juraske (RFr. Höcking-Landau) auf Carracio, eine Springprüfung der Klasse S* (1,40 m), einmal lag Emilia Löser (RFV Niederneisen) in einem Springen der Klasse S** mit Stechen (1,45 m) vorn. Juraske entschied zudem in der Großen Tour (Amateur Tour) eine Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S* (1,40 m) auf Good Live für sich.

Am morgigen Donnerstag ab 8 Uhr stehen zunächst die Springreiter im Mittelpunkt, ehe ab 17 Uhr der erste der hochkarätigen Dressurwettkämpfe beginnt. »Alle drei Damen, die bei der EM Team-Gold geholt haben, sind für die Wettkämpfe gemeldet«, freut sich Petra Hofmann, die gemeinsam mit der Isingerin Sylvia Gugler die Turnierleitung im Bereich Dressur innehat.

Zum Auftakt im Grand Prix de Dressage ist morgen ab 17 Uhr aus dem erfolgreichen EM-Trio aber »nur« Dorothee Schneider (Framersheim) gemeldet, die bei der EM neben dem Mannschaftserfolg auch noch zwei Silbermedaillen (im GP Spezial und der GP Kür) feiern durfte. Vor ihr lag jeweils Olympiasiegerin und EM-Rekordsiegerin Isabell Werth (Rheinberg), und in der GP Kür folgte hinter Schneider noch Jessica von Bredow-Werndl (Tuntenhausen/RFV Aubenhausen).

Die heimische Sportlerin ist unter anderem gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen für zwei Qualifikationen im Rahmen des Louisdor-Preises 2019 (Freitag ab 11 Uhr und Sonntag ab 11.45 Uhr) gemeldet. So gesehen käme es hier zu einer kleinen »EM-Revanche« – allerdings treten alle drei Reiterinnen natürlich nicht mit ihren Pferden von den Titelkämpfen an. Beim GP Spezial (Samstag, 19.45 Uhr) und der GP Kür (Samstag, 21.30 Uhr) ist das Trio icht gemeldet.

Auch bei den Springreitern ist ein Olympiasieger am Start. Vielseitigkeitsreiter Michael Jung (Horb), der immer wieder gerne in Ising zu Gast ist und zuletzt auch noch EM-Silber in der Vielseitigkeit geholt hatte. Er trifft unter anderem auf regionale Teilnehmer wie Tobias Bachl, Uli Hacker (RFV TG Rosenheim-Land), dessen Vereinskollegin Claudia Kressierer, Johann Anton Mayer (RV Seehof am Waginger See), David Will und Sylvia Gugler. Auch die in der ersten Woche in der Amateur-Tour mehrmals gut platzierte Italienerin Gioia Cremonese ist wieder am Start. Dennoch sind Jung im Springreiten oder dem EM-Trio in der Dressur Spitzenergebnisse zuzutrauen. Dann können die Fans auf Gut Ising also vielleicht wieder über einen »Außenseiter-Sieg« staunen ... who