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Kulturtage mit grenzübergreifender Kunst

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Die Künstler mit einem Bären-Gemälde von Monika Nagl, ähnlich wie es bei der Malperformance entsteht, in der Ausstellungshalle: (von links) Sepp Häusl, Veronika Mergenthal, Monika Nagl, Ishild Ramstötter, Hotel-Geschäftsführer Michael Stöberl, Eduard Woitzies, Sabine Steinberger und Gundy Rettenbacher. Es fehlen Eva Rettenbacher und Alfons Egger. (Foto: Mergenthal)

In einer grenzübergreifenden, spannenden Ausstellung im Rahmen der ersten »Kulturtage« auf Gut Edermann in Holzhausen bei Teisendorf zeigen neun ausstellungserfahrene Künstlerinnen und Künstler aus der Region ihre Werke. Sie stammen aus den Kreisen Berchtesgadener Land, Traunstein und Altötting sowie Salzburg. Die Vernissage unter Schirmherrschaft von Fachjournalistin Doris Goossens findet am morgigen Freitag um 19 Uhr statt. Musikalisch wird sie von Simon und Felix Nagl an Cello und Klavier umrahmt.


Vom 18. Juli bis 25. Juli sind die Kunstwerke täglich von 10 bis 20 Uhr zu besichtigen. Mit integriert ist die Sonderausstellung »Art and Moonlight« zugunsten der Tierschutzorganisation »Animals Asia« (Info-Kasten). An dieser wirken auch die englische Künstlerin Suzie Marsh mit Skulpturen sowie Alexandra Oetker, Schirmherrin von Animals Asia Deutschland, mit Fotos mit.

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Inspiriert wurden die Kulturtage »Kunst und Genuss« von zwei Teisendorfer Künstlern, Alfons Egger aus Roidham und Sepp Häusl aus Schnaitt. Durch Häusl entstand der Kontakt zu Animals Asia. Er besuchte 2009 erstmals die Bären-Rettungsstation in Chengdu in China. Erschüttert vom Leid der Tiere, denen für medizinische Zwecke in Farmen Galle abgezapft wird, beschloss er, in seiner Fotokunst die Bären selbst sprechen zu lassen. 2011 gestaltete er das Bärenbuch »We have a dream« und begleitete 2012 die Roadshow der Animals-Asia-Gründerin Jill Robinson mit einer Bilderausstellung. 2013 gestaltete er als erster Deutscher den Jahreskalender 2014 der Organisation. Alfons Egger wurde in Berlin 1992 bis 1998 zu ersten Kunstwerken inspiriert, darunter Collagen aus Wespen- und Hornissennestern. Er kreiert Skulpturen aus Naturmaterialien, Materialbilder, unter anderem Steinbilder, und digitale Kunst. . Aus der Gemeinde Teisendorf kommt auch Ishild Ramstötter. Seit 2000 besuchte sie regelmäßig die Kunstakademie Bad Reichenhall, unter anderem bei Walter Angerer d.J. und Gerhard Almbauer, und ist für ihre expressive Acrylmalerei bekannt. Die vierte aus dem Berchtesgadener Land ist Veronika Mergenthal aus Anger. Seit 1995 widmet sie sich in Italien und Bayern der expressiven Plein-Air-Landschaftsmalerei in Öl. Regelmäßig ist sie bei der Sommerakademie des Atelier-Projekts München im Schafhof Freising zum Thema »Der Mensch in der Natur« und beim Kunstwettbewerb »Extempore« im Berchtesgadener Land dabei.

Zwei Künstler kommen aus dem Kreis Traunstein. Monika Nagl aus Ruhpolding studierte in Nürnberg und München freie Malerei. 2006 erhielt sie den 2. Preis vom Casino Salzburg zum Thema »Mozart als Spieler«. Im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit gewann sie beim Europäischen Schulwettbewerb zum Thema »Europäische Flora und Fauna« mit einer 7. Klasse den 1. Preis. Bei der Vernissage zeigt sie zur Schostakowitsch-Cellosonate in d-Moll eine Malperformance.

Eduard Woitzies aus Siegsdorf ist gelernter Kirchenmaler. Ab 1970 war er im europäischen Ausland selbstständig künstlerisch tätig mit Techniken wie Fresko, Trompe L’Oeil, Vergoldungen, Effektmalerei oder Kulissenmalerei und ab 1990 im Mittleren Osten. Er setzt auch sozialkritische Themen in Öl oder Acryl um.

Sabine Steinberger erwarb 1985 in Würzburg ihr Designerinnen-Diplom und absolvierte von 1985 bis 1986 ein Kunststudium in Dijon, Frankreich. Bis 1988 malte sie in Paris für Werbe- und Kinofilme. Seit 1996 ist sie freiberufliche Grafik-Designerin, hat sie seit 2010 eine eigene Galerie in Burghausen.

Mutter und Tochter Gundy und Eva Rettenbacher aus Salzburg sind sich einig darin, dass die besten Bilder jene sind, »bei denen man ein schlechtes Gewissen hat, dass sie entstanden sind«. Gundy Rettenbacher studierte Psychologie und bildete sich malerisch unter anderem in der »Art Didacta« in Innsbruck, an der Kunstakademie Bad Reichenhall und an der Alten Schmiede Lengfelden fort. Eva Rettenbacher studierte Design und Produktionsmanagement, besuchte ebenfalls die »Art Didacta« und erhielt mehrere Stipendien an der Reichenhaller Akademie. Beide Malerinnen widmen sich in kraftvollen Farben vor allem den Themen Portrait, Akt und abstrakte Malerei. vm

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