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Kunstverein Traunstein und Städtische Galerie bei Projekten zu den Chiemgauer Kulturtagen in bewährter Zusammenarbeit

Kunst als Auseinandersetzung mit unserer Wirklichkeit

Die Bilder stammen aus dem Projekt »Meine Stadt« und zeigen zwei der über 120 Plakatmotive, die während der Chiemgauer Kulturtage auf sämtlichen Litfaßsäulen im gesamten Stadtgebiet Traunsteins zu sehen sein werden.

Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es auch heuer zu den Chiemgauer Kulturtagen wieder die bewährt gute Zusammenarbeit zwischen dem Kunstverein und der Städtischen Galerie Traunstein.


Das Anliegen bei den gemeinsam realisierten Kunstprojekten ist es ja stets, die Kunst als ein wichtiges Ausdrucksmedium unserer Zeit zur Geltung kommen zu lassen. Dabei geht es nicht nur darum, Werke von Künstlern der Öffentlichkeit zu zeigen, sondern es wird dem Gespräch über Kunst mit ihre gesellschaftlichen Bedingungen, ihren gestalterischen Mitteln und inhaltlichen Zielsetzungen im Rahmen von Ausstellungsrundgängen und Podiumsdiskussionen breiter Raum gewährt.

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Begonnen wird damit am Samstag, 16. Juli um 19 Uhr in der Pfarrkirche Hl. Kreuz, Schloßstraße in Traunstein, wo sich die Podiumsteilnehmer Dr. Christine Abart (Theologische Referentin im Haus St. Rupert und beim Kath. Kreisbildungswerk), Christoph Merker (Künstler und Kunsthistoriker), Gottfried Stritar (ehem. Dekan des evang. Dekanats TS) und Rainer Maria Schießler (Pfarrer, Seelsorger und Buchautor aus München) zusammenfinden, um miteinander über das Thema »Das Kreuz in der bildenden Kunst: Ablehnung – Provokation – Hinwendung« ins Gespräch zu kommen. Man darf gespannt sein, welche unterschiedlichen Sichtweisen und Deutungen aus theologischer und kunstwissenschaftlicher Sicht zum wichtigsten Symbol des Christentums hier zur Sprache kommen!

Die Kooperation von Kunstverein, Städtischer Galerie und Schulen bei Projekten im öffentlichen Raum hat nicht erst seit der künstlerischen Ausgestaltung der Bahnhofstiefgarage eine gewisse Tradition. Auch bei »Meine Stadt – ein druckgrafisches Projekt« sind es Schülerarbeiten des Annette-Kolb-Gymnasiums, der Reiffenstuel-Realschule und der Realschule Trostberg, die an 12 Litfaßsäulen im ganzen Stadtgebiet von Traunstein gezeigt, als ein starkes Plädoyer für die Kunst gelten können: Jugendliche setzen sich mit ihrer Umgebung, aber auch mit ihren ganz persönlichen Visionen zum Thema Stadt auseinander, und gewinnen einen zunehmend von Werbung und Kommerz überfluteten öffentlichen Raum für die Kunst zurück.

Der Inzeller Künstler Franz Xaver Angerer, auch er ein Mitglied des Traunsteiner Kunstvereins, ist in der Reihe »Kunst im Park« am Wochinger Spitz mit zwei seiner charakteristischen »Feldzeichen« zu sehen, die markant und monumental wie Mahnmale gegen die Zerstörung der Natur ein Zeichen setzen.

Und schließlich bietet die Städtische Galerie am Dienstag, 19. Juli um 10 Uhr bei »Kunst am Morgen« und am 24. 7. um 16 Uhr bei einem Rundgang am Nachmittag durch die Ausstellung »Nylons und andere Netze. Material und Idee« reichlich Gelegenheit, die Malerei von Liesbeth Wohrizek und die spannende Rauminstallation von Monika Ortmann kennenzulernen. Nicht nur im Werk der beiden Künstlerinnen stehen der Austausch und die Vernetzung im Zentrum, sondern auch bei den Ausstellungsrundgängen geht es darum, miteinander über die Kunst ins Gespräch zu kommen.