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Kurier, Dealer und Konsument verurteilt

Traunstein. In drei Drogenprozessen in dieser Woche verhängte die Zweite Strafkammer am Landgericht Traunstein mit Vorsitzendem Richter Erich Fuchs hohe Freiheitsstrafen gegen einen Kurier und einen Dealer. Lediglich ein Konsument, ein Mitte Januar vorläufig festgenommener 44-jähriger Mann aus dem Landkreis Altötting, kam wegen unerlaubten Besitzes von Marihuana mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je 30 Euro, also von 1 200 Euro, davon.

Die höchste Strafe verhängte das Gericht gegen einen 35-Jährigen aus dem Landkreis Berchtesgadener Land: Er wurde wegen mehrerer Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz zu sieben Jahren Haft und Unterbringung in einer Drogenentzugsanstalt verurteilt. Vor dem Wechsel in eine Therapie muss er zwei Jahre im Gefängnis absitzen.

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Der Dealer hatte zusammen mit Unbekannten von einem ebenfalls nicht bekannten Verkäufer ein Kilogramm Heroin zum Preis von 28 000 Euro sowie 90 Gramm Kokain für 4000 Euro erworben. Ein Teil davon war für den Eigenkonsum bestimmt. Eine erhebliche Menge des mit Strecksubstanzen versetzten Rauschgifts wurde bei der Durchsuchung des von ihm bewohnten Pensionszimmers im Oktober sichergestellt.

Zu den zahlreichen mutmaßlich Beteiligten eines umfangreichen Falls zählte der 25-jährige Angeklagte des dritten Rauschgiftprozesses dieser Woche. Dabei geht es um Drogenhandel im großen Stil. Bis Juli 2009 versorgten mehrere Leute angeblich den Raum Mühldorf und Umgebung mit fast 270 Kilogramm Cannabis aus dem Raum Aachen.

Drogen wurden aus Spanien mitgebracht

In einem weiteren Tatkomplex sollen ab Mai 2010 zwei Jahre lang Haschisch, Marihuana und Kokain aus Spanien nach Mühldorf und Waldkraiburg gebracht und gewinnbringend verkauft worden sein. Die ersten Dealer und eine »Randfigur« wurden bereits verurteilt.

Der 25-Jährige diente vorrangig als Kurier für den Transport von Rauschgift von Spanien nach Deutschland, brachte aber auch Bargeld, SIM-Karten und Mobiltelefone in das südliche Land. Das siebenfache Handeltreiben mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge brachte ihm vor der Zweiten Strafkammer eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren ein. In drei weiteren Punkten wurde er frei gesprochen. kd