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Outfit als Gesprächsstoff

Lady in Black: Melania im Schleier beim Papst

Sie zog im Vatikan fast mehr Aufmerksamkeit auf sich, als ihr Mann: First Lady Melania Trump. Es lag an einem schwarzen Stück Stoff. Doch damit ist sie beim Papst in guter Gesellschaft.

Ladies in black
Ladies in black: Papst Franziskus geht im Vatikan an Ivanka Trump und Melania Trump vorbei. Foto: Alessandra Tarantino Foto: dpa

Rom (dpa) - Ihr Outfit sorgte sofort für Gesprächsstoff: First Lady Melania Trump (47) und Donald Trumps Tochter Ivanka (35) kamen in schwarzen wadenlangen Kleidern inklusive schwarzem Schleier zum Besuch bei Papst Franziskus. Warum im Vatikan «verschleiern» und beim Besuch in Saudi-Arabien nicht?

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Die beiden stehen damit in guter Tradition beim Vatikan. Denn schon vor ihnen kamen berühmte Frauen in ähnlichem Outfit zum Katholiken-Oberhaupt: So zum Beispiel Prinzessin Diana, als sie 1985 mit ihrem Mann Prinz Charles den damaligen Papst Johannes Paul II. besuchte. Und auch Dianas Nachfolgerin an der Seite von Charles, Camilla, trug einen schwarzen Schleier, als sie Papst Benedikt XVI. traf. Die frühere First Lady Michelle Obama kam in gleicher Kleidung zu Benedikt.

Es entspricht dem Protokoll bei Privataudienzen, in Schwarz zu kommen, ein Schleier ist aber nicht vorgeschrieben. So wählte Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch bei Franziskus einen schwarzen Hosenanzug ohne Schleier. Genauso wie Hollywoodstar Angelina Jolie, die ein schwarzes Outfit ohne Kopfbedeckung trug.

Aber es muss auch nicht immer Dunkel sein: Camilla kam erst im April ganz in Beige zu Franziskus. Und Fürstin Charlène von Monaco kam einst in einem weißen Kleid mit weißem Schleier. Wichtig ist vor allem wie bei Besuchen in katholischen Kirchen auch: Auf keinen Fall zu grell und zu sexy - und immer die Schultern bedecken.

Melania und Ivanka waren in Saudi-Arabien ohne Kopftuch aufgetreten - und das, obwohl Donald Trump einst Michelle Obama für ihre Entscheidung, in dem erzkonservativen muslimischen Land ohne Verschleierung aufzutreten, kritisiert hatte.

Bei ihrem anschließenden Besuch im römischen Kinderkrankenhaus Bambino Gesu hatte die First Lady dann übrigens ihre Kopfbedeckung abgelegt. Aber auch hier gab es wieder eine Parallele zu Diana: Auch die Prinzessin war einst dort zu Besuch. Und Mutter Teresa auch.

Aber nicht nur Melanias Outfit sorgte für Aufsehen. In Rom bemerkten aufmerksame Beobachter, dass die First Lady bei der Ankunft am Flughafen ihrem Mann auswich, als der ihre Hand nehmen wollte. Eine ähnliche Szene in Israel hatte zuvor schon für Wirbel in sozialen Netzwerken gesorgt.

Melania Trump auf Twitter

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