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Lampe setzt Bett in Brand – Drei Verletzte bei Feuer in Bernauer Mehrfamilienhaus

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Feuerwehrkelle
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Foto: Armin Weigel/dpa

Bernau – Ein Zimmerbrand, bei dem drei Personen in einem Mehrfamilienhaus in Bernau am Chiemsee leicht verletzt wurden, forderte am Freitagmittag die Feuerwehren, den Rettungsdienst und die Polizei.


Kurz nach 11 Uhr war der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst ein Brand in einem Mehrfamilienhaus in Bernau gemeldet worden. Umgehend informierte die ILS auch die Polizeieinsatzzentrale über das Feuer, die weitere Einsatzkräfte der Polizei an den Brandort schickte. Wie sich vor Ort herausstellte, hatte eine an einem Ehebett angebrachte Nachttischlampe die Matratzen in Brand gesetzt.

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Beim Versuch, das Feuer zu löschen, erlitten die 84-jährige Eigentümerin der Wohnung, ein zu Hilfe eilender 42-jähriger Nachbar sowie ein zufällig in der Nachbarschaft tätiger, 48-jähriger Handwerker leichte Rauchgasvergiftungen.

Während der Nachbar und der Handwerker nach einer kurzen Erstversorgung vom Rettungsdienst wieder entlassen werden konnten, musste die Wohnungseigentümerin zur weiteren Behandlung vorsorglich in das Krankenhaus nach Prien eingeliefert werden. Alle weitere Personen im Haus konnten sich rechtzeitig ins Freie retten.

Die Einsatzräfte der Feuerwehr konnten den Brand in der Kellerwohnung schnell vollständig ablöschen. Ein Atemschutztrupp erkundete die Kellerräume und brachte die angebrannte Matraze nach draußen, wo nochmals nachgelöscht wurde. Das Haus wurde abschließend mit einem Überdrucklüfter rauchfrei gemacht. Der Einsatz dauerte rund eineinhalb Stunden.

Die Brandursache konnte noch nicht eindeutig geklärt werden. Ob die Bewohnerin vergessen hatte, die Nachttischlampe auszuschalten, oder ein technischer Defekt vorlag, ist noch unklar. In der Wohnung entstand nur geringfügiger Gebäudeschaden.

Am Einsatzort waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Bernau am Chiemsee, Prien am Chiemsee sowie aus Rottau mit rund 25 Einsatzkräften. Außerdem waren zwei Rettungswagen-Besatzungen, ein Notarzt und eine Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Prien vor Ort.