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Landgericht macht früheren HSH-Vorständen den Prozess

Hamburg (dpa) - Die Vergangenheit hat die HSH Nordbank eingeholt: Das Landgericht Hamburg hat nach einer Mitteilung vom Donnerstag das Hauptverfahren gegen sechs ehemalige Vorstandsmitglieder eröffnet, darunter ist Ex-Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher.

Jens Nonnenmacher
Der EX-Vorstandsvorsitzende der HSH Nordbank AG, Nonnenmacher, muss sich wegen des Verdachts der Veruntreuung von Bankvermögen vor Gericht verantworten. Foto: Marcus Brandt/Archiv Foto: dpa

Die Kammer erachte die Angeklagten einer gemeinschaftlich begangenen Untreue für hinreichend verdächtig. Sie wirft ihnen vor, im Dezember 2007 die Finanztransaktion «Omega 55» genehmigt zu haben, obwohl anhand einer Kreditvorlage eine umfassende Abwägung von Chancen und Risiken des Geschäfts nicht möglich gewesen sei. Die Beschuldigten haben den Vorwurf zurückgewiesen.

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Eine weitere Anschuldigung der unrichtigen Darstellung - landläufig Bilanzfälschung - richtet sich nur gegen Nonnenmacher und einen weiteren Ex-Vorstand. Sie sollen in einem Quartalsbericht statt eines Fehlbetrags einen Gewinn ausgewiesen haben. Die «Süddeutsche Zeitung» hatte am Dienstagabend zuerst über den bevorstehenden Prozessauftakt berichtet. Verhandlungstermine stehen laut Gericht noch nicht fest.

«SZ»-Bericht