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Landwirte lenkten in letzter Minute ein

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Die Straße von Hörpolding nach Haßmoning kann jetzt doch auf 6,50 Meter mit Geh- und Radweg ausgebaut werden. Quasi in letzter Minute hatten zwei Landwirte doch noch zugestimmt, Grund für einen Geh- und Radweg an die Stadt zu verkaufen. (Foto: Rasch)

Traunreut – Mit Applaus hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die Mitteilung von Bürgermeister Klaus Ritter quittiert, dass im Zuge des Ausbaus der Straße von Hörpolding nach Pattenham nun doch noch ein Übereinkommen getroffen werden konnte. Quasi in letzter Minute hatten zwei Landwirte doch noch zugestimmt, Grund für den Bau eines Geh- und Radweges zwischen Hörpolding und Haßmoning an die Stadt zu veräußern. »Kompliment an die Stadtverwaltung, dass man das noch hingebracht hat«, sagte Bürgerlistenchef Sepp Winkler.


Damit kann jetzt doch die vom Stadtrat im vergangenen Jahr favorisierte Ausbauvariante der Stadt mit einem Geh- und Radweg weiter verfolgt werden. Der vom Hauptausschuss gefasste Beschluss, die Straße auf 5,50 Meter zuzüglich des Banketts auszubauen, wurde deshalb einstimmig aufgehoben.

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Die endgültige Entscheidung, die desolate Gemeindeverbindungsstraße zwischen Hörpolding und Haßmoning bis zur Grenze zur Gemeinde Seeon-Seebruck in Pattenham auszubauen, hat der Stadtrat im Mai vor zwei Jahren beschlossen. Auf die Variante 8 mit einer Ausbaubreite von 6,50 Meter und einem Geh- und Radweg hatte man sich nach intensiver Diskussion im vergangenen Jahr verständigt. Die Baukosten wurden auf knapp 3,2 Millionen Euro geschätzt. Die Verwaltung hatte auch angenommen, dass das Projekt mit 50 Prozent bezuschusst wird. Inzwischen musste allerdings festgestellt werden, dass die Planungsziele aufgrund fehlender Grundstücke nicht erreicht werden können. Der Bau des geplanten Geh- und Radwegs und die damit verbundene Förderung, die nur gewährt wird, wenn der Geh- und Radweg zwischen den Ortsteilen durchgehend gebaut wird, wären hinfällig gewesen.

Daraufhin hatte die Verwaltung vorgeschlagen, zunächst nur die Straße zwischen Hörpolding und Haßmoning zu bauen und gegebenenfalls den Geh- und Radweg erst dann zu bauen, wenn die Grundstücksfrage gelöst ist. Das hätte bedeutet, dass die Straße selbst nur 5,50 Meter breit plus der Bankett-Streifen von jeweils 0,5 Meter sowie eine Entwässerungsanlage gebaut worden wäre. Die Kosten dafür wurden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

Das Staatliche Bauamt Traunstein hatte dazu angemerkt, dass 5,50 Meter zwar grundsätzlich ausreichend wären, aber wegen des regen Fahrradverkehrs und der landwirtschaftlichen Fahrzeuge eine Ausbaubreite von 6,50 Meter angestrebt werden sollte.

Daraufhin hatte der Hauptausschuss vergangene Woche den Stadtratsbeschluss vom Mai 2017 aufgehoben. Wenige Tage vor der Stadtratssitzung hatten jedoch die beiden Grundstücksbesitzer doch noch ihre Zustimmung zum Verkauf erteilt. ga

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