weather-image
18°

Langer Beifall für Stuttgarter Ballett am Bolschoi

Moskau (dpa) - Das Stuttgarter Staatsballett hat am legendären Moskauer Bolschoi Theater mit «Romeo und Julia» erfolgreich sein erstes Gastspiel seit 30 Jahren eröffnet. Das russische Publikum spendete den Gästen aus Deutschland am Mittwochabend acht Minuten lang Beifall.

Stuttgarter Staatsballett in Moskau
Der Intendant des Stuttgarter Staatsballetts, Reid Anderson (l-r) und die Solisten Alicia Amatriain und Friedemann Vogel vor dem Moskauer Bolschoi Theater. Foto: Ulf Mauder Foto: dpa

Vereinzelte Bravo-Rufe gab es nach dem dreistündigen Auftritt für Alicia Amatriain und Friedemann Vogel in den Titelrollen. Die Stuttgarter Truppe mit 70 Tänzern und 130 Mitarbeitern insgesamt gastiert zum Abschluss des Deutschland-Jahres in Russland noch bis Sonntag am größten Theater Russlands. Auch Ballettlegende Marcia Haydée (76) tanzte mit auf der Bühne.

Anzeige

«Das Bolschoi ist speziell, weil es ein Mythos ist», hatte Intendant Reid Anderson vor dem Auftritt der Nachrichtenagentur dpa gesagt. Er sei stolz, die Choreografie von John Cranko in Moskau zu zeigen, die vor einem halben Jahrhundert für einen Neubeginn in der Ballettwelt stand. Die Solistin Amatriain und ihr Tanzpartner Vogel sprachen von einer «riesigen Ehre», auf der großen Bühne der mit mehr als 200 Tänzern weltgrößten Balletttruppe aufzutreten.

An diesem Samstag und Sonntag zeigen die Stuttgarter auch eine Ballettgala aus neun Choreografien unter anderem von Christian Spuck und Marco Goecke. Das vom Goethe-Institut als Teil des Deutschland-Jahres in Russland mitfinanzierte Gastspiel soll das russische Publikum auch mit modernem Tanz vertraut machen.

Staatstheater Stuttgart zum Gastspiel

Bolschoi

Deutschland-Jahr in Russland