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Leider nicht und Sportgericht

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Die Berchtesgadener Defensive stand im Spiel gegen den Tabellenzweiten EHC Waldkraiburg gut und ließ nur fünf Gegentreffer zu. Dabei war der EVB zum vorletzten Heimspiel nur mit neun Feldspielern angetreten. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgaden – Die Eishockeymannschaft des EV Berchtesgaden musste gegen Saisonende zwei Niederlagen hinnehmen, von denen eine unnötig war und eine sportgerichtliche Entscheidung nach sich zieht. So unterlag der EVB zunächst beim EV Dingolfing 1b mit 4:6, weil die Schiedsrichter ganz offensichtlich nicht wollten, dass Berchtesgaden das Match gewann. Anders sah es tags darauf in Berchtesgaden aus, als der EHC Waldkraiburg 1b mit 5:1 gegen den EVB gewann.


Wenn man sich das Not-Team ansieht, mit dem der EVB nach Dingolfing gereist war, hielten sich die neun Feldspieler gegen den Tabellenvorletzten sehr tapfer. Dabei wurde die Mannschaft von unfähigen Schiedsrichtern um den möglichen Erfolg betrogen. Mannschaftskapitän Simon Kohl schickte über die eigenartigen Schiedsrichterentscheidungen eine zweiseitige Stellungnahme an den Bayerischen Eissportverband (BEV). Üblicherweise werden Schiedsrichter, egal wie unfähig sie sind, von den Verbänden gedeckt und so wird wohl nichts dabei herauskommen.

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Nach dem zweiten Drittel führte das letzte Aufgebot aus Berchtesgaden noch mit 3:2. Dann jedoch veränderten die sogenannten Unparteiischen das Geschehen auf dem Dingolfinger Eis nachhaltig. Und so siegten die Gastgeber sehr glücklich mit 6:4.

Strafminuten: EV Dingolfing 4, EV Berchtesgaden 2 + 10 Disziplinarstrafe

Scorer: 0:1 (2.) C. Fegg/Heim/Berreiter, 1:1 (11.); 2:1 (26.), 2:2 (28.) Berreiter/Brandner, 2:3 (29.) S. Fegg/C. Fegg; 3:3 (43.), 4:3 (48.), 5:3 (55.), 6:3 (56.), 6:4 (60.) Heim/C. Fegg.

EV Berchtesgaden: Quintus (Wenig); S. Kohl, S. Fegg, V. Kohl, Irlinger, Brandner, Gadringer, C. Fegg, Heim, Berreiter.

Ein ganz anderes Spiel entwickelte sich tags darauf gegen den Tabellenzweiten EHC Waldkraiburg 1b. Dieses Team besteht aus mehreren ehemals höherklassigen Oberliga- und Bayernligaakteuren. So hatte man immer den Eindruck, die Gäste könnten jederzeit einen Zahn zulegen. Nach kontrollierten Aktionen der Waldkraiburger stand es nach Drittel eins nur 1:0 für den EHC. Im Mittelabschnitt zog der Tabellenzweite an und erzielte zwischen der 22. und 28. Minute vier Treffer zum 5:0-Zwischenstand.

In der 35. Minute gelang Christian Fegg auf Zuspiel von Simon Kohl und Justus Heim der Ehrentreffer. Beim Spielstand von 5:1 für den EHC Waldkraiburg blieb es auch im Schlussabschnitt, den der EVB torlos gestaltete. Die Berchtesgadener erspielten sich zwar ein paar gute Chancen, doch die Chancenauswertung gehört nicht zu den Stärken des Teams.

Beim EVB war wiederum Stefan Giritzer dabei, der in der Abwehr wichtig ist. Neben den Fegg-Brüdern Christian und Stefan glänzten besonders Justus Heim, Toni Gadringer und Robert Berreiter, der tags zuvor seinen ersten Treffer für den EVB erzielt hatte. Heim gefällt durch sein überlegtes Spiel, während Berreiter durch sein körperbetontes Spiel auffällt. Und Toni Gadringer schließlich zeigt immer mehr seine stocktechnischen Fähigkeiten und seine gute Übersicht. Die Leistungen der jungen Akteure sollten jedoch die Qualität der Routiniers nicht schmälern, die dafür sorgten, dass man auch mit einem Minimalkader von neun Feldspielern Niederlagen in einem anständigen Rahmen halten kann.

»Ich darf meinem Rumpfteam für beide Spiele ein Riesenkompliment aussprechen. Schade ist nur, dass wird gegen Gegner wie Dingolfing ohne sechs Stammspieler auskommen müssen und dann auch noch solche Schiedsrichter bekommen«, so Trainer Manfred Mühllechner.

Eine angenehme Erscheinung auf dem Berchtesgadener Eis waren mit ihrer tadellosen Spielleitung die beiden Unparteiischen Franz Haunerdinger vom TSV Petting und Bojan Stojanovski vom EV Berchtesgaden.

Strafminuten: EV Berchtesgaden 14, EHC Waldkraiburg 10

EV Berchtesgaden: Quintus (Wenig); S. Fegg, Giritzer, S. Kohl, Heim, Berreiter, Brandner, Osterholzer, Gadringer, C. Fegg. Christian Wechslinger