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Leipzig schafft »Europa-Hattrick«

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RB Leipzig - SC Freiburg
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Leipzigs Spieler jubeln über das 1:0 durch Timo Werner (r). Foto: Jan Woitas Foto: dpa

RB Leipzig kann nun auch für die Königsklasse planen. Mit dem Sieg gegen Freiburg egalisierten die Sachsen sogar ihren Rekord aus der ersten Bundesliga-Saison mit 13 ungeschlagenen Liga-Spielen in Serie.


Leipzig (dpa) - Ralf Rangnick genoss die Freudengesänge in der Arena und ging erstmals seit Beginn seiner Amtszeit selbst in die Fankurve, wo die Anhänger von RB Leipzig immer wieder skandierten: »Wir wollen den Trainer sehen!«

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Minutenlang feierte seine Mannschaft den so wichtigen 2:1 (1:0)-Zittersieg gegen den SC Freiburg. Auf der Anzeige leuchtete immer wieder »Europa-Hattrick« auf. Nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale hat RB Leipzig am Samstag auch die Teilnahme an der Champions League perfekt gemacht.

Die Sachsen festigten Platz drei in der Fußball-Bundesliga und beseitigten die letzten Zweifel an der zweiten Qualifikation für die Königsklasse. Vor 40.826 Zuschauern in der ausverkauften Red-Bull-Arena brachte Timo Werner (19. Minute) die Leipziger in Führung, Vincenzo Grifo (66.) erzielte per Freistoß den Ausgleich. Der eingewechselte Emil Forsberg (78.) traf per Elfmeter zum 2:1.

»Heute gab es nur ein Ziel: drei Punkte holen. Da kann man noch so viel drüber reden, ob es ein schlechtes oder ein gutes Spiel war«, brachte es RB-Stürmer Yussuf Poulsen auf den Punkt und fügte an: »Wenn man an nicht so guten Tagen trotzdem 2:1 gewinnt, dann sind wir eine richtig gute Mannschaft.«

RB blieb im 13. Bundesliga-Spiel in Serie unbesiegt, womit Trainer Rangnick den Rekord aus der Premierensaison 2016/17 egalisierte. Damals stellte der Club mit Chefcoach Ralph Hasenhüttl mit den ersten 13 Spielen ohne Niederlage einen Bundesliga-Rekord für einen Aufsteiger und Neuling auf. RB ist inklusive DFB-Pokal nun seit 16 Spielen ungeschlagen und schaffte den achten Pflichtspielsieg in Serie.

Dennoch reagierten beide Trainer nach dem Spiel sauer, nachdem sie sich zuvor gegenseitig gelobt hatten. »Schade ist, wenn schon der Videobeweis eingeführt wird, in so einem Spiel, wo es so eng ist, steht der Schiedsrichter am langen Pfosten und sagt dann, er ist sich hundertprozentig sicher, dass es Hand ist«, wetterte Freiburgs Christian Streich und fügte an: »Eigentlich ist der Videobeweis dafür eingeführt worden, wenn es ein klarer Elfmeter war, um den Schiedsrichter zu helfen, damit er sich zurücknehmen kann, um dann die Korrektur aus Köln zu kriegen.« Rangnick stimmte voll zu: »Es war keine Absicht, ich hätte den Elfmeter nicht gegeben.«

Rangnick regte sich dafür über den Ausgleichstreffer von Grifo und den Freistoß auf. »Es war ein klar gewonnenes Kopfball-Duell, kein Ellenbogen, es war kein Arm oberhalb der Schulter - eine krasse Fehlentscheidung«, meinte er. Noch schlimmer: Als RB-Keeper Peter Gulacsi seine Mauer korrigierte, führte Grifo den Freistoß aus. »Ich kann nicht anpfeifen, wenn der Torwart noch an einem Pfosten steht, das bekommt dann schon Geschmäckle, wie man im Schwäbischen sagt«, betonte Rangnick.

Leipzig setzte Freiburg sofort unter Druck, die Ballgewinne mündeten in der Anfangsviertelstunde aber oft in Fehlpässen. Erst als Haidara seinen Teamkollegen Poulsen steil schickte, passte dieser auf Werner. Der Nationalspieler drehte sich einmal um die eigene Achse und schoss den Ball ins linke untere Eck (19.) zur Führung. 

Nach dem Wechsel blieb RB dominant, doch die besseren Chancen hatten die Freiburger, die aber immer wieder an Gulacsi scheiterten. »Wir haben kein super Spiel gemacht. Doch dann haben wir gezeigt, dass wir absolute Mentalitätsspieler sind und sind zurückgekommen«, meinte RB-Kapitän Willi Orban.

Streich meinte nur noch anerkennend: »Herzlichen Glückwunsch Ralf zum Sieg, zu der herausragenden Rückrunde, zum Pokalfinale und zur Champions League und was noch alles. Eine herausragende Mannschaft, eine herausragende Arbeit, was hier geleistet wird, darüber brauchen wir nicht zu reden.«

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