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Lettland besiegt: DEB-Team hält Kurs WM-Viertelfinale

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Justin Krüger (l) und Patrick Hager setzen den Letten Lauris Cipulis unter Druck. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa
Treffer
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Der lettische Torwart Kristers Gudlevskis musste sich zum zweiten Mal geschlagen geben. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa
Rückhalt
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Torwart Rob Zepp spielte erneut zu Null. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa
Liegend
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Frank Hördler versucht den Angriff des Letten Roberts Jekimovs irgendwie zu stoppen. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa
Auszeit
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Das DEB-Team lauscht den Ausführungen von Trainer Pat Cortina. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa
Einsatz
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Philip Gogulla geht mit vollem Einsatz in den Zweikampf mit Ronalds Kenins. Foto: Mauri Ratilainen Foto: dpa

Helsinki (dpa) - Die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft in Helsinki dem Viertelfinale ein großes Stück näher gekommen.


Dank der Tore von Christoph Ullmann (29. Minute) und Patrick Hager (44.) feierte die Auswahl von Bundestrainer Pat Cortina einen 2:0 (0:0, 1:0, 1:0)-Sieg über Lettland und kletterte in der Tabelle auf Platz fünf. Mit nun sieben Punkten hat die Truppe den Einzug in die K.o.-Phase selbst in der Hand und ist zugleich wohl auch wohl die letzten Abstiegssorgen los. Vor 9199 Zuschauern in der Hartwall Areena von Helsinki überzeugte das Team vor allem in der Defensive - Goalie Rob Zepp gelang der zweite Shutout in Serie. »Das war eine unfassbare Torhüterleistung«, lobte sein Berliner Teamkollege Jens Baxmann.

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Möglicherweise reicht der Cortina-Truppe ein Sieg aus den verbleibenden zwei Matches gegen die USA am Sonntag und gegen Frankreich am Dienstag für das Erreichen der K.o.-Runde. Der Abstieg ist nur noch rechnerisch möglich - dafür müsste aber zum Beispiel Österreich gegen Rekordweltmeister Russland gewinnen. Bundestrainer Cortina meinte: »Heute stand viel auf dem Spiel, das war das anstrengendste Match bislang. Ich bin happy für die Jungs.«

Dem Team war von Beginn an anzumerken, eine Leistung wie gegen Österreich (2:0) nicht wiederholen zu wollen. Die Auswahl spielte gegen den Weltranglisten-Elften mit viel Pressing und körperbetont. Dies hatte - wie schon einige Male bei dieser WM gesehen - Fouls und damit Strafminuten zur Folge, die Cortinas Truppe in Bedrängnis brachten. Wegen zwei Strafen nacheinander musste Deutschland im ersten Drittel je rund eine Minute in 3:5-Unterzahl und eine Minute in 3:4 überstehen; die Abwehr vor Zepp, der wieder den Vorzug vor Dennis Endras erhalten hatte, hielt dem lettischen Powerplay stand.

Auch die Balten wussten im ersten Drittel defensiv zu überzeugen, viele Chancen boten sich Deutschland nicht. Die größte vergab André Rankel, als er bei einem Konter eher zufällig freie Bahn bekam und alleine auf Torwart Kristers Gudlevskis zulief. Vor dem Schlussmann ließ sich der Berliner Stürmer dann aber zu weit abdrängen und vergab (16.). Zum Glück für die deutsche Mannschaft machte es Miks Indrasis auf der Gegenseite bei einer ähnlichen Situation nicht besser (19.).

Im zweiten Abschnitt musste der Trainer dann den Atem anhalten, als sich seine Schützlinge trotz numerischer Gleichheit quälend lange nicht aus der eigenen Zone befreien konnten - aber immerhin keine Chance zuließen. Für eine erste Erlösung sorgte dann Cortinas zweite Sturmreihe mit Ullmann, Philip Gogulla und Michael Wolf, die bislang im Turnier unter ihren Möglichkeiten geblieben war. Gogulla setzte sich hinter dem Tor durch, bediente Ullmann, und dieser schoss den Puck platziert ins Netz. Es war sein erster Scorerpunkt in Helsinki.

Der Treffer beflügelte die Deutschen, die im Anschluss durch einen Konter von Frank Mauer (30.) und einem Schuss von Thomas Greilinger (31.) auf 2:0 hätten erhöhen können. Das DEB-Team stand jetzt gut und war die dominierende Mannschaft auf dem Eis. In Unterzahl ließen Cortinas Schützlinge in zwei Minuten nur eine Halb-Chance durch NHL-Profi Arturs Kulda zu (35.). Für die Entscheidung sorgte Hager im Schlussabschnitt mit einem platzierten Schlenzer in den Winkel.