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Liebers bei Eiskunstlauf-EM nach Kurzprogramm Achter

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Peter Liebers kam auf einen starken achten Platz. Foto: Tamas Soki Foto: dpa

Budapest (dpa) - Mit persönlicher Höchstpunktzahl hat sich Peter Liebers auf Platz acht bei den Eiskunstlauf-Europameisterschaften gekämpft. «Ich kann mich über die Noten nicht beschweren», sagte der 25-Jährige in Budapest.


Zwar bekam der Berliner einen Abzug von einem Punkt für den Sturz beim vierfachen Toeloop, allein der Versuch wurde aber von der Jury belohnt. Danach waren sowohl der dreifache Axel als auch die Kombination aus dreifachem Lutz und Toeloop vom Feinsten, so dass er 77,42 Zähler erhielt. «In der Kür will ich den vierfachen Toeloop zeigen, er klappte schon beim Einlaufen gut und wird immer stabiler», sagte der Sportsoldat. «Es hat schon Vorteile, wenn man mal zwei Saisons ohne Verletzungen bleibt». Zudem wirke bei ihm die Nominierung für Sotschi wie eine Befreiung.

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«15 Jahre habe ich auf Olympia hingearbeitet. Unser Psychologe hat zu mir gesagt, was nun kommt, ist der Tortenguss auf dem Kuchen.» Auch Trainerin Viola Striegler war mit ihm zufrieden: «Gut, dass er den Vierfachen versucht hat. Die jungen Männer vorn ballern hier doch schon was vor.»

Der 22 Jahre alte Franz Streubl aus Oberstdorf erreichte mit 59,96 Zählern auf Platz 19 das Finale der besten 24 Läufer. Mit einem Sturz bei der Kombination aus dreifachem Salchow und Toeloop verschenkte er wichtige Punkte. «Es ist meine erste EM. Da war ich etwas nervös, sonst kann ich mir den Fehler beim Toeloop nicht erklären», sagte Streubel, der sich kurz vor der EM von seiner Trainerin getrennt hatte.

Dagegen erwischte der spanische Titelverteidiger Javier Fernandez mit 91,56 Punkten eine Sternstunde in der Syma Hall der ungarischen Hauptstadt. Dahinter folgen vor der Kür am Samstag der Russe Sergej Woronow (85,51) und der Tscheche Tomas Verner (83,51).

Zuvor absolvierten die an Nackenschmerzen leidende Aljona Savchenko und Robin Szolkowy ein erstes gutes Training vor dem Start am Freitag. «Ich habe meine Verletzung zu Hause gelassen, bei der Landung in Budapest war alles weg», sagte die viermalige Europameisterin lächelnd. Keine Läuferin ist so tough wie die kleine gebürtige Ukrainerin, die sich seit Wochen mit Verspannungen im Rücken durch das harte Paarlauf-Training quält.

«Aljona ist eine Kämpferin», sagte Trainer Ingo Steuer. Für ein erneutes Aufeinandertreffen mit den Europa- und Weltmeistern Tatjana Wolososchar und Maxim Trankow müssen die Chemnitzer fit sein, sonst ist ein Vergleich so kurz vor Olympia wertlos.