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Liedermacher-Pop mit Jazz, Folk und Chanson

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Mit ihrer feinen Stimme und berührenden Geschichten aus ihrem Leben begeisterte Song-Poetin Julia Plank die Konzertbesucher in der Theater-Strickerei Grabenstätt. (Foto: Müller)

Song-Poetin Julia Plank begeisterte bei ihrem Konzert »Die Plank« in der Theater-Strickerei Grabenstätt mit einer bunten Mischung aus Jazz, Folk und Chanson sowie Geschichten aus ihrem bewegten Leben, die tief berührten.


Ihre kongenialen Musikerkollegen Jörg Florian Müller und Erich Ruf begleiteten sie mit dem Piano und der Gitarre durch einen noch lange nachklingenden Abend. Als Geheimtipp kann man die Rosenheimerin kaum noch bezeichnen, denn mit ihren tiefgründigen und gefühlvollen Songs und stimmungsvollen Auftritten hat sie sich in den letzten Jahren auch über den Landkreis Rosenheim hinaus einen Namen gemacht. Landes- und bundesweit auf sich aufmerksam machte Plank erstmals 2017 mit Auftritten in der »Abendschau« des Bayerischen Fernsehens und in der bekannten Radio-Talkshow »Mensch, Otto!« auf Bayern 3 sowie mit aussagekräftigen Interviews in verschiedenen Magazinen.

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Begonnen hatte alles im Alter von 15 Jahren, als die 1981 geborene Plank in ihrer Heimatgemeinde Prien auf Anhieb einen Song Contest gewann. Mit 18 folgte die erste Musik-Produktion auf Mallorca und in den folgenden Jahren spielte sie in diversen Bands. Mit knapp 20 wurde ihr aber der Hype und Druck zu viel und sie wechselte von der Bühne hinter die Kulissen und machte als Managerin für Kultur- und Business-Events Karriere. Doch als sie 2007 eine alte Schulfreundin, mit der sie die Leidenschaft für das Singen, Spielen und Tanzen teilte, zufällig in München wiedersah, sei ihr bewusst geworden, »dass ich mich selbst verraten habe. Ich bin heulend nach Hause gelaufen und habe wieder angefangen Musik zu machen«, so Plank.

Ein Glücksfall auch für die Theater-Strickerei-Besucher, die sich von ihren einprägsamen Songs wie »Spiel mit mir«, »Barfuß«, »Rauschen«, »Wunschtapeten«, »Poesie«, »Jetzt oder nie«, Frieden und »Wildes Herz« – der Titelsong des gleichnamigen, durch Crowdfunding realisierten ersten Solo-Albums von 2016 –, verzaubern ließen und auch immer wieder rhythmisch mitgingen und mitschnippten. »Man braucht im Leben Fantasie für neue Wege«, so Plank zu ihrem Lied »Fantasia«, das sie hüftschwingend auf Italienisch zum Besten gab. Als Zugabe sangen die drei Musiker ein »Traditional Irish Blessing«. 2020 könnte es zu einer Konzert-Neuauflage in Grabenstätt kommen, wie Plank unter Applaus ankündigte. Markus Müller