Lisa Schreyer ist Landessiegerin

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Lisa Schreyer aus Bad Reichenhall gewann den Landeswettbewerb »Jugend forscht« mit ihrem Projekt über Mikroplastik in Alpenseen. (Foto:privat/Dräxlmaier Group)

Berchtesgaden – Die 18-jährige Lisa Schreyer von den Christophorusschulen Berchtesgaden (CJD) gewann den »Jugend forscht – Landeswettbewerb« in dem Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Der Titel ihres Projekts lautete: Mikroplastik in Alpenseen – Detektion mittels Nilrot-Färbung.


Erstmals in der Geschichte von Jugend forscht Bayern fand die gesamte Veranstaltung sowie am Freitagnachmittag die Siegerehrung digital statt. Zum Abschluss von drei spannenden virtuellen Wettbewerbstagen wurden die Gewinner von Jugend forscht Bayern 2021 geehrt. Die Jugendlichen waren dafür live zu einer feierlichen virtuellen Siegerehrung zugeschaltet, durch die der Moderator Willi Weitzel führte.

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Anna Stolz, Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus, war persönlich zugeschaltet, um die Leistung der Nachwuchswissenschaftler zu ehren: »Herzlichen Glückwunsch an alle Gewinnerinnen und Gewinner! Die herausragenden Beiträge zeigen: Naturwissenschaften faszinieren unsere jungen Menschen. Ich bin sehr beeindruckt, wie kreativ und innovativ die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Ideen umgesetzt haben.«

Mikroplastik und daraus resultierende Probleme für Umwelt und Gesundheit rücken immer mehr ins Bewusstsein. Lisa Schreyer von den Christophorusschulen Berchtesgaden möchte mit ihrem Projekt verdeutlichen, wie groß die Problematik tatsächlich ist. Sie hat deshalb das Mikroplastikvorkommen in Alpenseen ermittelt – und dabei bewusst ein einfaches, kostengünstiges und zugleich zuverlässiges Verfahren eingesetzt. »Nach vielen Testreihen erwies sich dabei eine Färbung mit dem Fluoreszenzfarbstoff Nilrot am sinnvollsten, wobei die dadurch leuchtenden Plastikpartikel von anderen Bestandteilen einer Probe unterschieden werden können«, erklärt die Schülerin. Mit Hilfe von Polyester-Farbstoffen gelang es Lisa darüber hinaus, verschiedene Plastiksorten zu unterscheiden. Dies hilft dabei, den Ursprung des Plastiks zu ermitteln. Das Faszinierende an Jugend forscht ist für Lisa, »andere junge, motivierte, wissensbegierige, teilweise sogar gleichgesinnte Menschen kennenzulernen und möglicherweise Bekanntschaften fürs Leben zu knüpfen«. Besonders wertvoll sei für sie die Rückmeldung der Juroren. »Was ich aber auch mitnehmen werde, ist die wunderbare Stimmung bei Jugend forscht: voller Kreativität, Tatendrang, Begeisterung.«

Eine besondere Ehre wurde Lena Kahle aus dem Landkreis Starnberg zuteil. Ihre Arbeit »Analyse eines Lebenserhaltungssystems für eine Mondbasis am lunaren Südpol« erhielt den Sonderpreis des bayerischen Staatsministers für Unterricht und Kultus für das beste interdisziplinäre Projekt. Die Schülerin des Otto-von-Taube-Gymnasiums in Gauting analysierte ein Lebenserhaltungssystem sowie dessen Variationen für eine bemannte Mondmission.

Jugend forscht Bayern fand 2021 erstmals überhaupt rein virtuell statt. Sowohl Teilnehmer als auch Juroren waren via Videokonferenz miteinander verbunden. Alle Teilnehmer haben ihr jeweiliges Projekt der Jury ihres Fachbereichs live vor der Kamera präsentiert und dabei die Details erklärt. Seit vielen Jahren zählt Bayern bundesweit die meisten Teilnehmer bei Jugend forscht. In diesem Jahr kämpften 95 Teilnehmer einzeln oder im Team mit 69 Projekten um den Landessieg. Insgesamt gab es jetzt elf Landessieger in unterschiedlichen Fachgebieten. Sie nehmen im Mai am virtuellen Bundesfinale teil. fb

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