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Lkw verliert auf Länge von rund 42 Kilometern flüssiges Gefahrgut – Großeinsatz auf A8

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Foto: Symbolbild (pixabay)

Bernau am Chiemsee/Weyarn – Wegen eines Gefahrgutunfalls, bei dem ein Lastwagen auf einer Länge von rund 42 Kilometern flüssiges Eisen-Drei-Chlorid verloren hatte, kam es am Montagabend zu einem Großeinsatz auf der A8. Der rechte Fahrstreifen der Richtungsfahrbahn München musste zwischen Bernau und Irschenberg inklusive aller Anschlussstellen gesperrt werden.


Kurz vor 19.30 Uhr war der Verkehrspolizei Rosenheim von einem Zeugen mitgeteilt worden, dass ein Tanksattelzug größere Mengen an unbekannter Flüssigkeit aus seinem Tank verloren hatte. Wenig später konnte der Tanklaster von einer Polizeistreife gestoppt werden. Der 58-jährige Lkw-Fahrer aus Österreich hatte bei der Fahrt selbst nichts davon mitbekommen. Es stellte sich schließlich heraus, dass die Autobahn auf insgesamt etwa 42 Kilometern verschmutzt wurde.

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Der Tankzug war mit rund 25.500 Tonnen Eisen-Drei-Chlorid beladen. Dieser Stoff kann Haut, Augen und Atemwege schädigen. Außerdem kann er Metalle angreifen. Wieviel Flüssigkeit genau ausgetreten ist, kann bislang nicht genau beziffert werden. Der angeforderte Gefahrguttrupp der Verkehrspolizei Rosenheim und der Feuerwehren stellte bei der Überprüfung fest, dass eine nicht unerhebliche Menge aus einem Ventil der Druckleitung ausgetreten ist. Die Ursache ist noch unbekannt.

Das Gefahrgut sickerte unter anderem auf dem Parkplatz Seehamer See in verschiedene Kanäle sowie ein Auffangbecken. Aus diesem Grund wurde auch das Wasserwirtschaftsamt verständigt. Zudem waren zahlreiche Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren vor Ort. Als Fachberater war die Werksfeuerwehr Gendorf eingesetzt. Der Parkplatz musste komplett geräumt werden.

Der rechte Fahrstreifen der A8 war auf den kompletten 42 Kilometern bis in die Morgenstunden gesperrt. Die Autobahnmeistereien Holzkirchen und Rosenheim mussten eine Firma für die Reinigungsmaßnahmen beauftragen. Bislang meldete sich außerdem ein Geschädigter aus Schleife in Sachsen, der seinen Sattelzug auf dem Parkplatz abgestellt hatte. Verletzt wurde aber nach derzeitigem Stand niemand. Gegen den Fahrer des Tankzugs wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.