Lob für Bürgerheim-Mitarbeiter – Gemeinderäte und Bürgermeister würdigen Engagement während Corona-Pandemie

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Im Bürgerheim haben die Mitarbeiter im Zuge der Corona-Pandemie in den letzten Wochen Außerordentliches geleistet. (Foto: Kilian Pfeiffer)

Berchtesgaden – Mit außerordentlich großem Engagement haben Bürgerheim-Leiter Florian Miciecki und seine Mitarbeiter*innen bislang die Corona-Pandemie, die auch in der Pflegeeinrichtung um sich griff, bewältigt. Darauf wiesen auf der Gemeinderatssitzung am Dienstag gleich mehrere Gemeinderäte hin. Sie bedankten sich genauso wie Bürgermeister Franz Rasp für das außerordentlich große Engagement.


»Das Bürgerheim-Team um Florian Miciecki hat eine große Last getragen«, betonte Michael Koller (Freie Wähler) während der Haushaltsdebatte. Er nannte auch Stefan Fellner von der Heimaufsicht im Landratsamt sowie alle Kindertageseinrichtungen und Schulen, für die die Pandemie eine große Herausforderung sei. Auch andere Fraktionssprecher im Gremium dankten den Mitarbeitern in den Einrichtungen für ihren Eifer.

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Bürgermeister Franz Rasp schloss sich dem Lob in seiner Jahresabschlussrede an. »Es ist beeindruckend, was das Team vor allem in den letzten Wochen geleistet hat.« Heimleiter Florian Miciecki sei telefonisch stets erreichbar gewesen und habe sehr viel organisiert. Nach den Worten des Rathauschefs ging ihre Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter sogar so weit, dass positiv Getestete mit Erlaubnis des Gesundheitsamtes trotz eigentlicher Quarantäne in die Arbeit gingen, um dort ebenfalls positiv getestete Bewohner zu versorgen. »Die sind vor dem Bürgerheim auf einen Spezialparkplatz gefahren, haben sich dann in die Schutzkleidung geworfen und sind in die Arbeit gegangen. Und abends haben sie sich wieder nach Hause in die Quarantäne begeben.«

Hans Kortenacker (Berchtesgadener Bürgergruppe) konnte das Engagement der Mitarbeiter nur unterstreichen und kritisierte in diesem Zusammenhang einen Bericht im »Berchtesgadener Anzeiger«, in dem es um die Sterbefälle in der Altenpflegeeinrichtung gegangen war. »Da wird gerätselt, ob nun fünf oder acht Personen an Corona verstorben sind, wozu ist das gut?«, fragte Kortenacker und mutmaßte, dass es die Zielsetzung des Artikels gewesen sei, »das Bürgerheim zu diskreditieren«.

Der »Anzeiger« hatte letzte Woche berichtet, dass im Bürgerheim, seit sich das Virus vor einigen Wochen im Heim verbreitet hatte, 13 Menschen verstorben seien. Allerdings waren keinerlei Vorwürfe erhoben worden. Die Zahl der tödlichen Corona-Fälle in der Einrichtung hatte das Landratsamt mit fünf, Bürgermeister Franz Rasp mit acht angegeben. Diese Diskrepanz klärte Rasp am Dienstag im Gemeinderat auf. Drei Bürgerheim-Bewohner waren nämlich im Krankenhaus verstorben – und die hatte das Landratsamt deshalb nicht dem Bürgerheim zugeordnet. Ulli Kastner

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