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Lob für die Musikschulen im Landkreis Traunstein

Von den 3971 Schülern der acht Sing- und Musikschulen im Landkreis Traunstein sind 3635 unter 18 Jahre alt. Der enorme Anteil an Kindern und Jugendlichen führte zum finanziellen Engagement des Landkreises: Der Kreiskulturausschuss bewilligte für 2013 320 000 Euro Zuschuss.

Landrat Hermann Steinmaßl zollte den Musikschulen hohes Lob: Sie leisteten einen wichtigen Beitrag in der Gesellschaft. Sechs Einrichtungen – in Grassau, Inzell, Traunstein, Traunwalchen, Trostberg und Unterwössen – würden von Kommunen betrieben, Emertsham und Schleching seien auf Vereinsbasis organisiert.

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Zusammen rund 3,3 Millionen Euro Personalkosten

2012 seien für alle Einrichtungen zusammen über 3,6 Millionen Euro Kosten angefallen, davon allein Personalkosten in Höhe von knapp 3,3 Millionen Euro. Knapp die Hälfte decken die Gebühren, gut neun Prozent steuert der Freistaat bei. Der Zuschuss des Landkreises glich 8,8 Prozent der Kosten aus.

Die Sing- und Musikschule Traunwalchen mit 749 Schülern unter 18 kann heuer 64 225 Euro einplanen. Traunstein und Grassau erhalten für je 626 Schüler 52 664 beziehungsweise 59 235 Euro. In Traunstein sind mehr Erwachsene gemeldet als in Grassau. Inzell erhält für 524 »Junge« 48 652 Euro, gefolgt von 35 881 Euro für Trostberg mit 412 Kindern und Jugendlichen. In Emertsham gibt es 34 435 Euro für 405 Schüler. Am Ende rangieren Unterwössen und Schleching mit 14 244 und 10 664 Euro Kreiszuschuss. Dort werden 158 beziehungsweise 135 junge Menschen unterrichtet.

Weitere Finanzspritzen sind 4000 Euro für den Bezirksmusikverband und die Aus- und Weiterbildung junger Blasmusiker. Der Nachbarlandkreis beteiligt sich laut Steinmaßl voraussichtlich mit 3000 Euro. Zur Jugendmusikwoche vom 31. August bis 7. September im Kloster Baumburg trägt der Landkreis Traunstein bei Kosten von 33 000 Euro und einem Fehlbetrag von 10 000 Euro rund 4000 Euro bei.

»Aufgrund des sehr positiven Echos der bisherigen Musikwochen und der geleisteten Aufbauarbeit für das Jugendsymphonieorchester der Musikschulen ist diese Projektwoche sehr wertvoll.« Steinmaßl regte an, auf gleicher Ebene einen Jugendchor zu gründen. Erste Gespräche liefen bereits. Das Jugendsymphonieorchester des Landkreises hat seit 2010 einen Projektmanager mit jährlich 250 Stunden. Die Personalkosten und den Büroaufwand mit 250 Euro finanziert der Kreis. Für 2013 gab der Ausschuss 6500 Euro für diesen Zweck frei.

Auch unterstützt der Landkreis die Stiftung Heimathaus des Rupertiwinkels Tittmoning mit 10 000 Euro pro Jahr. Die Stadt hat mit der Fronfeste in Neumarkt am Wallersee den Museumspartner für ein EU-Projekt gewonnen. Ziel ist ein Konzept zur Belebung von Burg und Heimatmuseum. Großen Finanzbedarf hat auch die Stadt Trostberg, die ihr Rathaus für geschätzte 722 400 Euro restaurieren muss. 180 000 Euro fließen in die denkmalpflegerischen Mehrkosten. Dazu kann die Kommune mit 18 800 Euro rechnen. Die Finanzierung sieht Eigenmittel von mehr als 455 000 Euro vor. Knapp 145 000 Euro sind beim Bezirk Oberbayern beantragt, weitere rund 87 000 Euro bei der Bayerischen Landesstiftung und 25 000 Euro beim Freistaat. Das Rathaus wurde 1914/1915 als Nachfolgerbau für das alte aus dem 16. oder 17. Jahrhundert errichtet. Jetzt müssen zum Beispiel Fenster erneuert, die Fassade gestrichen, der Eingang behindertengerecht umgestaltet und Dämmungen eingebaut werden.

Privaten Eignern von Denkmälern gewährte der Kulturausschuss Zuschüsse. Die über 80 000 Euro teure Sanierung eines Bundwerkstadels in Nußdorf förderte das Gremium mit 4500 Euro. Für die Außensanierung eines Mühlenanwesens im Bereich Tittmoning, die fast 360 000 Euro kostet, sind 18 000 Euro bestimmt.

Über die 19. Oberbayerischen Kultur- und Jugendkulturtage vom 13. bis 20. Juli informierte Christian Hußmann, Sachgebietsleiter für Kultur- und Heimatpflege am Landratsamt. Das Festival mit rund 100 Programmpunkten geht in Traunstein und Traunreut über die Bühne. Einzelne Veranstaltungen finden in Seeon, Ruhpolding, Tittmoning, Waging, Chieming und Übersee statt. Der Landkreis trägt die Infrastrukturkosten mit 75 000 Euro.

Kreisarchivpfleger Albert Rosenegger wurde vorgestellt

In der Sitzung stellte sich Albert Rosenegger vor, seit Mai neuer Kreisarchivpfleger. Obings Bürgermeister Hans Thurner, selbst Künstler und Spezialist für Metallskulpturen, erläuterte Details zu einem mit Schülern unter seiner Leitung für die Walter-Mohr-Realschule Traunreut realisierten Projekt. kd