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»Lösungen vor Ort angehen«

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Sebastian Maier

Seeon-Seebruck. Sebastian Maier (30) ist Landwirtschaftsmeister und Agrarbetriebswirt. Er ist verheiratet und hat einen einjährigen Sohn. Er ist der gemeinsame Bürgermeisterkandidat der Freien Wählergruppe Seeon (FWS), der Parteifreien Wählerschaft Truchtlaching (PWT) und der Freien Wählergemeinschaft Seebruck (FWGS). Sein Konkurrent ist Bernd Ruth, der amtierende Bürgermeister Konrad Glück tritt nicht erneut zur Wahl an.


Wieso wollen Sie Bürgermeister werden?

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Ich habe sechs Jahre Verantwortung als ehrenamtlicher Landesvorsitzender der Katholischen Landjugendbewegung (KLJB) Bayern übernommen. Dabei erkannte ich, dass es zwar sehr wichtig, aber auch äußerst mühsam und langwierig ist, Verbesserungen für die ländlichen Räume landespolitisch zu erreichen. Wirklich schnelle und für die einzelnen Dörfer zugeschnittene Lösungen können nur vor Ort angegangen werden.

Welches Problem in Seeon-Seebruck wollen Sie als erstes angehen, wenn Sie zum Bürgermeister gewählt werden?

Zunächst muss ich mir einen genauen Überblick über die laufenden Projekte und Maßnahmen verschaffen. Die Abläufe im Rathaus kennenzulernen und mich mit meinen Mitarbeitern vertraut zu machen, ist ebenfalls wichtig. Für die vom jetzigen Gemeinderat angestoßenen Projekte braucht es dann im Einvernehmen mit den Bürgern abschließende Beschlussfassungen.

Was gefällt Ihnen besonders an Ihrer Gemeinde?

Das aktive Vereinsleben und das große ehrenamtliche Engagement von vielen Bürgern, ohne das vieles nicht möglich wäre. Mich freut, dass wir einen schuldenfreien Haushalt vorweisen können und unsere Kinder daher nicht die Ausgaben der vorigen Generation bezahlen müssen. In jedem Ortsteil gibt es noch Lebensmittelgeschäfte und Ärzte sowie ein breites Angebot an Gastronomie. Vor allem für Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, ist das enorm wichtig. Die attraktive Landschaft mit vielen Seen, Wäldern und der Alz schätze ich sehr.

Wie würde Sie ein sehr guter Freund/Ihre Frau beschreiben?

Sie schätzen mich als ehrlich, geradlinig und absolut verlässlich. Ich bin einer, der Rückgrat hat und zu seinen Aussagen steht. Sie kennen mich als strategischen Denker, aber trotzdem humorvollen Menschen, mit dem der Abend auch mal länger werden kann. Gute Freunde sind froh, dass ich keine Gerüchte in die Welt setze und gut zuhören kann.

Welche starken Eigenschaften haben Sie? Wo liegen Ihre Schwächen?

Immer wieder den Konsens zu suchen, möglichst viele mit einzubinden, aber auch für meine eigenen Überzeugungen zu werben und Mehrheiten zu suchen – das sind Fähigkeiten, die ich aus meiner Zeit als KLJB-Vorsitzender mitbringe. Ebenso Einblicke in die Personal- und Haushaltsführung sowie Erfahrung im Leiten von Gremien und Sitzungen werden mir als Chef des Rathauses und als Vorsitzender des Gemeinderats zugutekommen. Verhandlungsgeschick und eine Menge politische Erfahrung bringe ich ebenfalls mit.

Ich bin oft ungeduldig, wenn in einer Sache nichts vorwärts geht.

Nachdem sich die Seebrucker Bürger mit Nachdruck gegen eine Steglösung am Chiemsee aussprechen, muss eine Alternative her. Wie könnte diese aussehen?

Es soll damit der langgehegte Bürgerwunsch umgesetzt werden, die Fahrradfahrer an der Uferpromenade, aber trotzdem getrennt von den Fußgängern fahren zu lassen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt, nochmals einen Vorstoß für eine Gesamtlösung der Verkehrssituation in Seebruck zu wagen. In diesem Gesamtkonzept muss auch der vom Freistaat Bayern beabsichtigte Neubau der Alzbrücke in Seebruck berücksichtigt werden. Wenn das letzte verbliebene Grün am Ufer nicht einem Radweg weichen soll, bleibt nur die bisherige Lösung, den Fahrradverkehr über die Haushoferstraße abzuwickeln.