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Lukas Wasmaier entscheidet Riesenslalom für sich

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Hauptgefreiter Lukas Wasmaier fuhr die schnellste Zeit beim Riesenslalom am Götschen. Foto: Bundeswehr

Bischofswiesen (Bw) - Mit der schnellsten Laufzeit aller Starter kam der Hauptgefreite Lukas Wasmaier vom Bischofswieser Gebirgsjägerbataillon 232 beim Riesenslalom der Internationalen Divisionsskimeisterschaften (IDSM) im Skileistungszentrum am Götschen ins Ziel. Der Sohn des Weltmeisters und Olympiasiegers Markus Wasmaier schaffte am Dienstagfrüh die Abfahrt am Götschen in 44,66 Sekunden und belegte damit den ersten Platz in seiner Altersklasse und in der Gesamtwertung.


Zweiter in der Gesamtwertung wurde Hauptgefreiter Christoph Zerhoch vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald mit 44,92 Sekunden. Den dritten Platz belegte Obergefreiter Tim Hronek vom Gebirgsjägerbataillon 232 mit 46,13 Sekunden. Damit entschieden die Gebirgsjäger - allen voran jene aus Bischofswiesen - den IDSM-Riesenslalom klar für sich.

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Im Ziel war Wasmaier mit seinem fehlerfreien Lauf rundum zufrieden. Der Gebirgsjäger ist seit 2012 im Skizug des Gebirgsjägerbataillons 232 in Bischofswiesen-Strub, unweit des Götschen. Wasmeier hat sich deutlich verbessert: Im vergangenen Jahr landete er bei der IDSM in Regen im Bayerischen Wald nur auf dem zweiten Platz des Siegertreppchens. Seinen Sieg am Götschen führt er auch zurück auf die »sehr guten Trainingsbedingungen, die mir der Skizug meines Bataillons bietet«. Wasmaier wurde im Januar 2012 im Alter von 17 Jahren Soldat, was nur mit Ausnahmegenehmigung möglich war. Der berühmte Vater, der ebenfalls Gebirgsjäger war, gab seinen Segen.

Der Drittplatzierte ist ebenfalls ein Bischofswieser Skizug-Soldat: Tim Hronek, Bruder der Weltcup-Teilnehmerin Veronique Hronek, war »bis auf kleinere Fehler an den Kuppen« mit seinem Lauf ebenfalls zufrieden. Sein Erfolgsrezept: Er nutze auch die ein oder andere Trainingseinheit mit seiner Schwester, »um meine Leistung zu verbessern«.

In der Altersklasse 1 der aktiven Soldaten konnte Hauptfeldwebel Martin Neumann vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230 aus Füssen seinen Titel aus dem letzten Jahr nicht verteidigen und ließ sich diesmal von Hauptfeldwebel Markus Hausruckinger vom Füssener Gebirgslogistikbataillon 8 schlagen. Trotzdem war Neumann mit seiner Leistung zufrieden und froh, eine gute Ausgangsposition für die Triathlon-Wertung erzielt zu haben. Oberfeldwebel Christian Peschik vom Gebirgsjägerbataillon 232 belegte den 3. Platz. Wie Neumann kam es vielen Teilnehmern des Riesenslaloms darauf an, mit einem guten Ergebnis die beste Voraussetzung für die Triathlon-Wertung zu erzielen, bei der neben dem Riesenslalom auch der Biathlonwettkampf entscheidend ist, der am Dienstagabend und Mittwochfrüh in der Chiemgau-Arena in Ruhpolding ausgerichtet wurde.

Als einziger Soldat der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 (Bad Reichenhall) nahm Hauptfeldwebel Martin Köcher am Riesenslalom teil und belegte nach sehr gutem Lauf in seiner Altersklasse den 5. Platz. »Ein dicker Patzer hat mich ein bis zwei Sekunden gekostet, aber bei meiner ersten Teilnahme bin ich mit meinem Ergebnis sehr zufrieden«, so Köcher.

Ebenfalls zufrieden mit der eigenen Leistung und jener der Angehörigen des Panzergrenadierbataillons 112 war Stabsfeldwebel Georg Weinberger. Er belegte in seiner Altersklasse einen ausgezeichneten vierten Platz und demonstrierte damit die sportliche Leistungsfähigkeit der Grenadiere aus dem Bayerischen Wald.

Beim Riesenslalom gingen 176 Teilnehmer an den Start, unter ihnen aktive Soldaten der 10. Panzerdivision, die heimischen Gebirgsjäger, Gäste von Polizei, Behörden und Verbänden sowie Soldaten aus acht Ländern. Unter ihnen stach die slowenische Mannschaft hervor: Sie war sowohl in den Gästeklassen der Damen wie auch der Herren stets mit ausgezeichneten Zeiten in vorderen Positionen vertreten.