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Die neuen Manager des Kempinski Hotels Berchtesgaden sind vom Erfolg überzeugt

Luxuriöser Alpinflair mit Regionalbezug

Berchtesgaden – Genau zehn Jahre nach Eröffnung des Fünf-Sterne-Plus-Hotels auf dem Obersalzberg wechselt zum 8. April erstmals der Betreiber. Obwohl die Intercontinental Hotel Group (IHG) mit den extravaganten Angeboten im Luxusresort der wirtschaftliche Erfolg weitgehend versagt blieb, sprüht man beim Nachfolger Kempinski vor Optimismus. »Wir sind davon überzeugt, dass das Kempinski Hotel Berchtesgaden zu einem der führenden Luxushotels in den Alpen wird«, sagten Hotelmanager Werner Müller und der für das Marketing zuständige Axel Ludwig, Chef des »Hotel Vier Jahreszeiten Kempinski« in München, am Dienstag im Exklusivgespräch mit dem »Berchtesgadener Anzeiger«.

Werner Müller (l.), neuer Hotelmanager im Hotel Kempinski Berchtesgaden und Axel Ludwig, der als Hotelmanager im Münchner Hotel Kempinski auch das Marketing für das Berchtesgadener Hotel leiten wird, zeigen vor dem Betreiberwechsel am Obersalzberg Optimismus. (Foto: Kastner)

Erst seit Montag kennen die rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Obersalzberg ihren neuen Chef. Er war der Belegschaft am Nachmittag im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung vorgestellt worden. Sie werden alle noch da sein, wenn Werner Müller seinen neuen Job am Obersalzberg antritt. Denn so gut wie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Kempinski übernommen. Lediglich bei zwei Posten auf Managementebene hat es Veränderungen gegeben, außerdem wechselten zwei Hotelmitarbeiter ins Kempinski München, das künftig die Reservierungen für das Berchtesgadener Hotel übernehmen wird. »Das sollte Synergien schaffen, die uns einen wirtschaftlichen Erfolg des Kempinski Berchtesgaden ermöglichen«, sagt Axel Ludwig. Überhaupt sprüht der Hotelmanager nur so vor Optimismus: »Wir glauben fest an den Erfolg. Schließlich haben wir durch unsere beiden Alpinhotels in St. Moritz und Kitzbühel sowie durch unser Münchner Hotel ein ausgezeichnetes Netzwerk, das wir zu nutzen wissen.«

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»Derzeit befinden wir uns in der Konzeptionsphase«, sagt Axel Ludwig. Ein Innendesigner ist bereits beauftragt. Nach dessen Plänen soll das Hotel während der dreiwöchigen Schließung ab 8. April umgestaltet werden. Teilweise neue Böden, neue Teppiche, neue Lampen, neues Design. Der Spa-Bereich wird neu konzeptioniert und das Personal bekommt neue Uniformen – ländlich-modern, aber nicht kitschig. »Wir wollen eine Welcome-Atmosphäre schaffen«, ergänzt Ludwig. Das bezieht er auch aufs Personal. Viel Herzlichkeit, familiäres Flair und Gastgebermentalität sollen die Gäste zum Wiederkommen bewegen. Und weil man auf Beständigkeit setzt, soll diesmal auch der Hotelmanager länger bleiben als es bislang üblich war. »Nur so ist eine persönliche Bindung zum Kunden zu erreichen«, betont Werner Müller, der neue Hotelchef am Obersalzberg. Der freut sich auf seine neue Aufgabe und auf seinen Umzug nach Berchtesgaden. »Endlich in Bayern – und noch dazu in den Bergen, das ist toll«, so der 35-jährige frisch gebackene Familienvater. Die Gegend scheint für ihn tatsächlich optimal zu sein, denn als Bergsteiger, Radfahrer und Triathlet hat er sein Trainingsgelände direkt vor der Haustür.

Doch Müller weiß, dass er in erster Linie angetreten ist, um dem Hotel am Obersalzberg bessere Zahlen zu beschaffen. Die Voraussetzungen dafür hat der gebürtige Krumbacher, schließlich hat er schon mehrere Luxushotels nach der Übernahme in die richtige Richtung gelenkt. Und so hat Müller auch in Berchtesgaden keinen Zweifel am Erfolg: »Ich bin zu hundert Prozent überzeugt, dass wir uns gut positionieren können.«

Beiden Hotelmanagern ist der regionale Bezug des Luxushotels sehr wichtig. Mit der Berchtesgadener Bevölkerung will das Hotel in engem Kontakt stehen, deshalb hat man auch den »Berchtesgadener Anzeiger« zum Exklusivinterview eingeladen. Welche speziellen Angebote es künftig für die Einheimischen geben wird, steht allerdings noch nicht fest.

Am 1. Mai wird das Fünf-Sterne-Plus-Hotel unter neuer Flagge eröffnen. Und am 8. Mai soll es eine Eröffnungsfeier geben. Bis dahin müssen alle Mitarbeiter die »Kempinski-Standards« verinnerlicht haben, denn dann gilt die volle Aufmerksamkeit nur noch dem Gast. Axel Ludwig formuliert es so: »Wir wollen den Saisonstart möglichst gut nutzen.« Ulli Kastner