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Das »GlasBlasSing Quintett« präsentiert im k1 Instrumente der etwas anderen Art

Männer und Flaschen, sensationell!

Was hat es zu bedeuten, wenn auf der Bühne des Studiotheaters im k1 zahlreiche Kisten mit leeren Flaschen stehen? Das sind nicht die Reste eines Saufgelages, sondern die Ausstattung des »GlasBlasSing Quintetts«, das jetzt dort aufgetreten ist und das Publikum mit seiner Flaschenmusik der besonderen Art fasziniert hat. Wo andere Musikgruppen teure und hochmoderne Musikinstrumente mit viel Technik benötigen, kommen die fünf Musiker aus Berlin mit dem aus, was die Leute normalerweise wegwerfen: mit leeren Flaschen jeglicher Art.

Die Flaschenmusik mit Namen »GlasBlasSing Quintett« zeigte, dass man allein mit Flaschen unglaubliche Musik machen kann. (Foto: Pia Mix)

Das neue und inzwischen dritte Programm des Quintetts heißt »Männer, Flaschen, Sensationen« und was es damit auf sich hat, wird gleich im ersten Lied klar. Da heißt es nämlich unter anderem: »Wer ist gern mit sich allein, kann mit sich glücklich sein? Männer und Flaschen. Was ist voll mit Bier, Schnaps oder Wein, was sagt zueinander nicht gern nein? Männer und Flaschen.« Dieses und einige andere sehr witzige Lieder, die sich mit alltäglichen Problemen wie der Suche nach einem Parkplatz oder einem Mega-Stau befassen, haben die fünf selber geschrieben.

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Sie beherrschen zudem jede Menge Klassiker von Elvis Presley bis Queen, aber eben gespielt nur mit und auf Flaschen. Die Glas- oder Plastikflaschen in jeder erdenklichen Größe, leer oder mit mehr oder weniger Inhalt, stellen die Musikinstrumente dar. Jede erzeugt einen anderen Ton und so kann es schon vorkommen, dass einer der Musiker gleich sechs Flaschen auf einmal in seinen Händen hält, auf denen er »musiziert«. Sogar das Schlagwerk besteht aus Flaschen, nämlich einem »Wasserspender-Bassdrum«, und besonders nette Töne geben die »Ploppflaschen« von sich, bei denen man einen Daumen in die Öffnung steckt und ihn dann »heraus ploppen« lässt. Auch die »Jelzin-Orgel«, bestehend aus kleinen, aneinander gereihten Schnapsfläschchen, und eine »Flaschengitarre« oder die Drucksprühflasche gehören zu den auf der Bühne benutzten Instrumenten.

Das Quintett überzeugte die Zuhörer nicht nur durch Musikalität und Vielfalt. Sie bewiesen auch viel Humor und veranstalteten mit zwei Zuhörerinnen ein Spiel, das »Flaschenmusik-Memory« hieß. Dabei mussten die Kandidatinnen sechs Musikpaare zusammenfinden und erhielten dafür so wertvolle Preise wie einen »Instrumentenkoffer« in Form einer Textiltragetasche oder »Instrumentenständer«, die sich als einfache Bierfuizl herausstellten.

Endie, Fritze, Frank, Möhre und Peter kamen beim Traunreuter Publikum bestens an und erhielten am Ende ihrer Darbietung lang anhaltenden, begeisterten Applaus. »Das war mal was ganz anderes, wirklich toll, wie die das machen«, meinte ein Besucher am Ende. Pia Mix