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Mainz verdirbt mit 3:1 Kalou-Debüt

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Hertha BSC - 1. FSV Mainz 05
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Dank Shinji Okazaki (r) gewann der FSV Mainz 05 bei der Hertha aus Berlin. Foto: Maja Hitij Foto: dpa

Berlin (dpa) - Doppeltorschütze Shinji Okazaki und Herthas Leihgabe Sami Allagui haben dem 1. FSV Mainz 05 den ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga beschert.


Berlins Top-Neuzugang Salomon Kalou war nach seiner Einwechslung noch nicht einmal eine Minute auf dem Platz, da trug sich Allagui am 3. Spieltag mit dem 2:0 (70. Minute) in die Torschützenliste ein. «Sami trifft gegen seinen alten Verein. Ich bin froh, dass er bei uns ist», sagte der Mainzer Profi Yunus Malli.

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Am Ende stand es 3:1 (1:0) für die abwehrstarken und effektiven Gäste, für die vor 40 000 Zuschauern in Berlin neben Allagui der Japaner Okazaki (36./90.+1) traf. Ronny schaffte per Handelfmeter für Hertha nur den zwischenzeitlichen Anschluss (86.). Während die 05er mit fünf Punkten auf Tabellenplatz fünf sprangen, bleibt für Hertha BSC mit nur einem Zähler Rang 16.

Für die «Alte Dame» und Mainz war es quasi ein Neustart. Beide Clubs hatten nochmals neues Personal geholt, zum Einspielen aber war keine Zeit. Das wurde im Olympiastadion vor allem bei den Berlinern schnell deutlich. «Es war nicht das beste Spiel. Es ist noch ein weiter Weg vor uns», kommentierte der prominente Zugang Kalou seinen ersten Einsatz für den Hauptstadtclub.

Kalou stand nach nur zwei Trainingseinheiten mit dem Team zwar im Kader, saß aber zunächst auf der Bank. Von den Mainzer Last-Minute-Einkäufen hatten es Allagui und der von Borussia Dortmund geliehene Offensivmann Jonas Hofmann in die Startelf geschafft. Jeiro Samperio Bustara und Pablo de Blasis standen noch nicht im Aufgebot, Philipp Wollscheid war nur Ersatz.

Allagui hatte mit einem Kopfball in der ersten Minute gleich die erste Chance. Herthas Torwart Thomas Kraft zeigte sich nach Kritik an ihm nach dem Saisonstart und einer Verletzungspause in Leverkusen aber entschlossen, spielte auch als «Libero» gut mit. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen hatte Hertha-Coach Jos Luhukay sein Team auf mehreren Positionen neu sortiert. So fand sich der niederländische Neuzugang John Heitinga plötzlich auf der Bank.

Die überraschende Gäste-Führung nach einer kollektiven Schlafeinlage der Berliner Abwehr konnte Kraft dann nicht verhindern, obwohl er zunächst gegen Ja-Cheol Koo zweimal klärte. Der Ball kam in die Mitte, den Abstauber nutzte der 28 Jahre alte Okazaki. Zuvor hatten sich die Gastgeber zwar die größeren Spielanteile erarbeitet, es fehlte aber an Klarheit in den Aktionen und der letzten Konsequenz. «Wir müssen konsequenter verteidigen. Mit drei Gegentoren kann man kein Spiel gewinnen», verwies Hertha-Kapitän Fabian Lustenberger auf eine weitere Schwäche seines Teams.

Der endgültig vom Hamburger SV geholte Per Skjelbred konnte einen Fehler des Mainzer Schlussmanns Loris Karius nicht bestrafen, seinen Weitschuss auf das leere Tor hielt Stefan Bell noch auf (16.). Lustenberger erwischte einen Kopfball aus drei Metern nicht richtig (32.). Und der dreimalige Saisontorschütze Julian Schieber zielte aus bester Position am langen Pfosten vorbei (49.) - die größte Ausgleichschance war dahin.

Luhukay versuchte es noch mit der Einwechslung von Ronny, der per Elfmeter auch den Anschluss schaffte. Zuvor hatte Niko Bungert einen Schuss von Änis Ben-Hatira mit der Hand aufgehalten. Den Ausgleich konnte aber auch der ehemalige Chelsea-Star Kalou, erst kurz vor Ende der Wechselperiode für knapp zwei Millionen Euro vom OSC Lille nach Berlin gekommen, nicht mehr erzwingen. In der Nachspielzeit machte Okazaki mit seinem zweiten Tor alles klar für Mainz.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 52,5 - 47,5

Torschüsse: 17 - 7

gew. Zweikämpfe in %: 55,5 - 44,5

Fouls: 21 - 20

Ecken: 4 -1

Quelle: optasports.com