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Mal mehr und mal weniger Stunden arbeiten

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Mutter mit Kind
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Wenn Frauen ein Kind bekommen, gehen sie oft nicht mehr so viele Stunden in die Firma. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa Foto: dpa

Mittags das Essen kochen. Dann noch die Wohnung putzen und im Supermarkt einkaufen. Später den Kindern bei den Hausaufgaben helfen. Eltern haben richtig viel zu tun. Um alles zu schaffen, gehen manche Eltern weniger arbeiten.


Normalerweise dauert ein Arbeitstag acht Stunden, das nennt man Vollzeit. Arbeitet jemand weniger Stunden, ist es ein Teilzeit-Job. Einige Leute sind zum Beispiel nur am Vormittag im Büro oder in der Fabrik. Oder sie haben bestimmte Tage in der Woche frei. Dann verdient man aber auch weniger Geld als bei Vollzeit.

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Häufig nutzen etwa Mütter die Teilzeit, um mehr Zeit für ihre Kinder zu haben. Hilfreich ist sie aber auch, wenn ältere Verwandte Hilfe brauchen - wie die Oma, die sich nicht mehr allein anziehen kann.

Allerdings wollen Erwachsene oft nur eine Weile in Teilzeit arbeiten und später wieder mehr Stunden. Schließlich werden die Kinder größer und machen mehr alleine. Oder die Oma wird in einem Heim umsorgt.

Das Problem ist: Der Wechsel von Teilzeit zurück in Vollzeit klappt oft nicht so einfach. Etwa, weil die Firma nicht für mehr Stunden bezahlen will.

Am Donnerstag haben Politiker nun ein Gesetz beschlossen, das den Wechsel einfacher machen soll: Wer in einer größeren Firma Vollzeit arbeitet, kann ab kommendem Jahr eine Zeit lang in Teilzeit gehen. Und es gibt das Recht, später wieder voll zu arbeiten. Das nennt man Brücken-Teilzeit.

Fachleute wie Sarah Menne finden das Gesetz gut: »Das gibt den Leuten eine gewisse Sicherheit.« Es ginge aber noch besser, meint sie. Etwa, wenn die Leute die Länge der Arbeitszeit frei festlegen könnten. Vielleicht will jemand nicht gleich wieder in Vollzeit arbeiten, sondern nur ein paar Stunden mehr als vorher. Die Expertin sagt: »Für Familien wäre es besser, wenn es noch mehr Möglichkeiten gäbe.«