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»Manche Bergsteiger gehen dort, wo sie nichts zu suchen haben« – Bergwachtleiter im Interview

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Rudi Fendt beim Blick hinauf zum Blaueis. Aus zwei Gründen ging er vor 42 Jahren zur Bergwacht: »Weil auch einem selbst etwas passieren kann und man dann froh ist, wenn einem geholfen wird.« Und man ist in der Lage, auch anderen Menschen zu helfen.

Ramsau – Im Sommerinterview mit dem »Berchtesgadener Anzeiger« am Hintersee erzählt der Leiter der Bergwacht-Bereitschaft Ramsau, Rudi Fendt, von den Problemen am Berg, warum er zur Bergwacht gegangen ist und was er manchen Wanderern gerne vor einer Tour sagen würde.

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Es ist Hochsaison für Bergsteiger. Das bedeutet, es ist auch Hochsaison für die Bergwacht. Rudi Fendt ist mittlerweile seit 42 Jahren bei der Bereitschaft Ramsau und leitet diese bereits seit einigen Jahren.

Zwar »baumelt« er nicht mehr unten am Rettungshubschrauber – das überlässt der 65-Jährige nach eigener Aussage jüngeren Kollegen. Allerdings hält er die Fäden in der Hand.

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Bergwachtchef, Zweiter Bürgermeister, Schulrektor in Rente und stolzer Opa: Rudi Fendt wird es nicht langweilig. (Fotos: Voss)

Sogar während des Interviews fliegt er schon wieder mit dem Traunsteiner Rettungshubschrauber »Christoph 14« über den Hintersee – mit am Schlepptau sind zwei Bergwachtkräfte. Der Einsatz diesmal: Die Rettung eines psychisch angeschlagenen Bergsteigers vom Hochkalter (zum Bericht).

Diese Art von Einsätzen werden immer mehr. Erschöpfte, Dehydrierte und völlig Überforderte beschäftigen die Bergwachten in der Region inzwischen häufig. Die sogenannten Blockierten gehen dort, »wo sie eigentlich nichts zu suchen haben«, so Fendt.

Worin die Ursachen für diese Entwicklung liegen, wie die Bergwacht-Aktiven mit den Einsätzen und teils dramatischen Schicksalen umgehen, was Rudi Fendt allen untrainierten Wanderern mit auf den Weg geben möchte, wie ein Bergwacht-Einsatz abläuft und vieles mehr lesen Sie in unserer Printausgabe vom Samstag (10. August).

Annabelle Voss