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Manche leiden besonders unter der Krise

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Homeschooling
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Nicht jedes Schulkind hat einen Laptop und genügend Platz, um gut zu Hause zu lernen. Foto: Jonas Güttler/dpa Foto: dpa

Die Corona-Krise ist anstrengend. Für manche weniger, für andere mehr. Viele Familien haben nur wenig Platz zum Leben. Außerdem fehlt die Ausrüstung für den Unterricht. Fachleute fordern Hilfen.


Von morgens bis abends zu Hause: In der Corona-Krise kommt das gar nicht so selten vor. Viele Kinder verfolgen gerade den Schulunterricht von zu Hause. Sie essen zusammen mit ihrer Familie. Und wenn es draußen ungemütlich ist, verbringen sie auch ihre Freizeit häufig drinnen.

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Das alles kann ganz schön anstrengend sein. Manche Menschen in Deutschland sind aber besonders hart von der Corona-Krise betroffen. Zum Beispiel, weil sie keinen Job haben oder nur wenig Geld verdienen. Viele dieser Familien leben in kleinen Wohnungen. Längst nicht jedes Kind hat also ein eigenes Zimmer.

»Da fällt einem schlicht die Decke auf den Kopf«, sagt der Fachmann Ulrich Schneider. Manchen ist langweilig, andere fühlen sich vielleicht überfordert. Wenn man so viel Zeit miteinander verbringt, kommt es auch häufiger zu Streit. »Der eine will seine Ruhe haben, der andere will lieber Musik hören«, sagt der Experte.

Außerdem brauchen Kinder für den Unterricht die richtige Ausrüstung: einen Laptop, einen Drucker, schnelles Internet zum Beispiel. In einer Familie mit mehreren Kindern werden sogar mehrere Computer benötigt. Vielen Familien fehlt dafür das Geld. »Es gibt Kinder, die auf dem Smartphone den Unterricht verfolgen«, sagt eine Expertin.

Fachleute fordern deshalb vom Staat, armen Familien jeden Monat mit 100 Euro extra pro Familienmitglied auszuhelfen. Doch wie soll dieses Geld in Corona-Zeiten helfen? Besonders wichtig sei die technische Ausrüstung, sagen die Fachleute. Teilweise können Familien dafür schon jetzt Geld bekommen.

Dazu kommt auch, dass das Schulessen momentan oft ausfällt. Familien müssen deswegen mehr Geld für Lebensmittel ausgeben. Wer mehr Zeit zu Hause verbringt und weniger Freunde treffen kann, dem kann außerdem schnell langweilig werden. »Dann braucht man mehr Spielzeug und mehr Bücher zum Lesen«, sagt Ulrich Schneider. Mit etwas mehr Geld wären die Corona-Probleme vielleicht etwas besser zu ertragen.

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